DZT-Mittel aufstocken
Reisen in und nach Deutschland sind gefragt wie nie. Gäste aus dem In- und Ausland, Privatreisende wie Geschäftsreisende haben das Land für sich entdeckt - und jedes Jahr werden es mehr. Im vergangenen Jahr zählte Deutschland mehr ausländische Gäste als je zuvor. Und bei den Deutschen ist das eigene Land das gefragteste Reiseziel. Gründe hierfür gibt es viele: Das Preis-Leistungs-Verhältnis und die Infrastruktur stimmen, das touristische Angebot zwischen Rügen und Garmisch-Partenkirchen, Aachen und der Lausitz ist vielfältig und reizvoll und zahlreiche attraktive Tagungs-, Veranstaltungs- und Messestandorte runden das Paket ab. Zudem macht die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) einen tollen Job und sorgt mit ihrer Werbung dafür, dass weltweit noch bekannter wird, wie attraktiv und reizvoll das Reiseland Deutschland ist. Doch gibt es hier durchaus noch Potenzial - wenn denn die finanziellen Grundlagen für die Arbeit der DZT angepasst werden. Denn auch wenn die Bundesregierung die finanziellen Mittel für die DZT in den vergangenen Jahren moderat aufgestockt hat, sind 26,4 Millionen Euro für Auslandsmarketing im Vergleich mit anderen touristischen Zielen in Europa noch immer relativ wenig.
Gerade in der aktuellen weltweiten Wirtschaftskrise ist ein effektives und kreatives Marketing für den Reisestandort Deutschland unerlässlich. Es gilt neue Zielgruppen und -länder zu erreichen, will man nicht deutliche Einbrüche gerade bei den Gästen aus dem Ausland hinnehmen. Denn die wirtschaftlichen Schwierigkeiten treffen unter anderem Länder wie die USA, aus denen bisher zahlreiche Gäste nach Deutschland kamen.
Eine Budgeterhöhung der DZT um zehn Millionen Euro würde dem Stellenwert des Tourismus für den Standort Deutschland Rechnung tragen. Die Wirtschaftskrise kann und darf in diesem Fall kein Argument für eine finanzielle Zurückhaltung seitens der Politik sein. Länder wie Österreich und die Schweiz sollten hier als Beispiel dienen, die gerade aufgrund der Krise die Marketingmittel aufgestockt haben.
