Zahlen und Fakten

Die Tourismusbranche in Zahlen

 

Als seine Aufgabe versteht es der BTW, der Politik und der Öffentlichkeit die brennenden Themen, Interessen und Bedürfnisse einer Branche zu vermitteln, die aufgrund ihrer Heterogenität in der Vergangenheit häufig nicht als Einheit wahrgenommen wurde. Dabei ist ihre Wirtschaftskraft durchaus beeindruckend. 

 

 

       → Rund 2,8 Millionen Personen finden dank des Tourismus derzeit einen Arbeitsplatz.
Über 120.000 Ausbildungsplätze werden bereit gestellt.
Die Branche trägt mehr als acht Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei.
Die Branche ermöglicht jährlich über 300 Millionen Reisen, davon mehr als 75 Millionen ins Ausland.
Rund 380 Millionen Übernachtungen deutscher und ausländischer Besucher waren 2010 in Deutschland zu verzeichnen. Erstmals wurde bei den ausländischen Besuchern die Marke von 60 Millionen Übernachtungen erreicht.
Auf deutschen Flughäfen starteten oder landeten 2010 rund 190 Millionen Fluggäste.
Die deutschen Eisenbahnen beförderten 2010 rund 2,4 Milliarden Passagiere über fast 83 Milliarden Kilometer.
Rund 6 Millionen Urlaubsreisen ab 5 Tagen, rund 15 Millionen Kurzreisen und 100 Millionen Ausflüge werden jährlich mit dem Reisebus unternommen.
41,3 Millionen Pkw, 3,7 Millionen Motorräder und 75.000 Omnibusse zählte der ADAC Anfang 2009 in Deutschland.
Pro Jahr legen die Kraftfahrzeuge rund 687 Milliarden Kilometer zurück, knapp 227 Milliarden davon auf den Autobahnen.
Fast 60 Milliarden Euro setzten 2010 allein die rund 240.000 Betriebe in Hotellerie und Gastronomie um.

2010 waren rund 155 Millionen Geschäftsreisen mit Ausgaben von 43,5 Milliarden Euro zu verzeichnen.

Rund 6.400 Tagungs- und Veranstaltungsstätten mit weit über 60.000 Tagungsräumen werden zur Verfügung gestellt.
  

2010 fanden in Deutschland fast 2,7 Millonen Tagungen, Kongresse und Events mit rund 323 Millionen Teilnehmern finden pro Jahr statt. Das Kongressland Deutschland ist Nummer 1 in Europa und weltweit die Nummer 2.

 

* Quellen: Incoming-Tourismus Deutschland Edition 2010" der Deutschen Zentrale für Tourismus; Fakten und Zahlen zum deutschen Reisemarkt 2010" des DRV, VDR-Geschäftsreiseanalyse 2011; Meeting- & EventBarometer 2011 von EVVC, GCB und DZT; Statistisches Bundesamt (Destatis) sowie Erhebungen von ADAC, ADV und RDA

 

 

 

Wirtschaftsfaktor Tourismus wird neu berechnet

BTW und Bundeswirtschaftsministerium beauftragen DIW Berlin mit Studie

Berlin, 15. Dezember 2010 - Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) lässt mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus neu berechnen. Der Startschuss für dieses Projekt fiel im Rahmen eines Auftaktmeetings am 15. Dezember 2010 in Berlin. Der BTW hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) beauftragt, bis Ende 2011 Ergebnisse vorzulegen.

 

„Seit Jahren schon agieren wir bei der Einschätzung der wirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus in Deutschland mit unzureichendem und zugleich nicht mehr aktuellem Zahlenmaterial. Damit wird nun bald Schluss sein", kommentierte BTW-Präsident Klaus Laepple das Forschungsprojekt. „Die Relevanz einer heterogenen Branche wie der Tourismuswirtschaft lässt sich nur dann angemessen darstellen, wenn aktuelle, aussagekräftige Zahlen vorliegen. Die Notwendigkeit einer nachhaltig angelegten Branchenstatistik ist offenkundig. Insofern freue ich mich, dass dieses Projekt im Schulterschluss von Tourismuswirtschaft, Wissenschaft und Politik realisiert wird." Positiv bewertet auch der Parlamentarische Staatssekretär im BMWi und Beauftragte der Bundesregierung für Mittelstand und Tourismus Ernst Burgbacher das Projekt: „Wir erwarten von der Studie aktuelle, methodisch saubere Zahlen, die die Wirtschafts- und Beschäftigungseffekte des Tourismus in Deutschland realistisch widerspiegeln. Ich freue mich, dass wir dieses Projekt in Kooperation mit der Tourismusbranche umsetzen werden."

 

Auf Grundlage der international empfohlenen Methodik eines Tourismus-Satellitenkontos (TSA) soll die Statistiklücke geschlossen werden. Neben den direkten und indirekten touristischen Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekten sind weitere Analysemodule geplant, um erstmals umfangreiche Aussagen über die wirtschaftliche Bedeutung der Tourismuswirtschaft treffen zu können. Dazu werden die Mitglieder des BTW und weitere Branchenakteure ihr Fachwissen in das Projekt mit einbringen, um die Qualität der Ergebnisse zu erhöhen. Ein Projektbeirat, zusammengesetzt aus Experten der Branche sowie Vertretern des BMWi, der Deutschen Gesellschaft für Tourismuswissenschaft (DGT), des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr (dwif), der Gesellschaft für Konsumforschung (gfk), der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) sowie der Technischen Universität Dresden, wird die Untersuchungen fachlich-inhaltlich kompetent begleiten.