Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) e.V.
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Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft über das Halten von Schwertwalen in Zoos

Eine kleine aber sehr laute Gruppe aus der Tierrechtsindustrie versucht seit Jahren, die Arbeit der Zoos und insbesondere der Schwertwal haltenden Zoos wie Loro Parque mit allen Mitteln in ein schlechtes Licht zu rücken. Allzu oft werden Slogans von vielen Medien unkritisch weiter verbreitet. Insbesondere die Angriffe von PETA auf Loro Parque lassen die nötige Seriosität im Umgang miteinander vermissen. PETA stachelt mit einer typisch-unsachlichen und teils nicht faktenbasierten Berichterstattung vorsätzlich auf.

Gesellschaftspolitische und tierpolitische Interessenvertretung funktioniert unseres Erachtens jedoch nur mit objektiven Zahlen und Datenwerk. Vorstellungen und Forderungen, die unternehmerischen Tätigkeiten verunglimpfen oder in inadäquater Weise klassifizieren, tritt der BTW entschieden entgegen.

Die vollständige Position des BTW und die zugrundliegenden Argumente finden Sie hier...

„New Deal for Consumer“: Gemeinsames Positionspapier der Verbände BTW, DEHOGA, DRV und IHA

Die Europäische Kommission hat ein aus zwei Richtlinienvorschlägen bestehendes Gesetzgebungspaket mit dem Titel „A new deal for consumers“ vorgelegt [COM(2018) 184 final und COM(2018) 185 final] vorgelegt. Erklärtes Ziel der Initiative ist die Stärkung von Verbraucherrechten und die Schaffung von mehr Transparenz im Online-Handel. Vorgesehen sind u.a. die Einführung einer Sammelklage auf Schadensersatz sowie die Überarbeitung von gleich vier Verbraucherschutzrichtlinien.

Zu diesen Vorschlägen haben der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft, der DEHOGA Bundesverband, der Deutsche Reiseverband und der Hotelverband Deutschland ein gemeinsames Positionspapier vorgelegt. Die deutsche Tourismuswirtschaft fordert die Bundesregierung auf, sich für eine Zurückweisung des Richtlinienvorschlags zur Einführung einer Sammelklage einzusetzen. So seien in der derzeitigen Ausgestaltung unverhältnismäßige Belastungen für die Wirtschaft zu befürchten und der Schutz seriös arbeitender Unternehmen nicht gewährleistet. Außerdem ist sie aus Verbraucherschutzgesichtspunkten überflüssig, gerade im Reiserecht gibt es schon jetzt ein hohes und ausreichendes Schutzniveau.

Die Verbände begrüßen die Initiative jedoch mit Blick auf die Schaffung von mehr Transparenz von Algorithmen und Rankings im Online-Handel im gemeinsamen Interesse von Leistungsträgern und Verbrauchern. Eine eindeutigere oder einfachere Identifizierung der Rechtsnatur der auf den Portalen gelisteten Angebote ist absolut notwendig. Überregulierungen sind unbedingt zu vermeiden: Dort wo schon branchenspezifische Regelungen wie im neuen Reiserecht geschaffen wurden, darf nicht noch allgemein und damit undurchsichtig draufgesattelt werden.

Das gemeinsame Positionspapier finden Sie hier...

Keine Innovationen ohne Tourismuswissenschaft: Touristische Verbände fordern mehr Lehre und Forschung an Universitäten

Der deutschen Tourismuswirtschaft droht das akademische Fundament wegzubrechen. Mit Sorge verfolgen die touristischen Verbände in Deutschland, dass sich die Universitäten aus der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Forschung des Zukunftsmarktes Tourismus zurückziehen. Aktuell ist ein Studium mit Schwerpunkt Tourismus nur an vier staatlichen Universitäten möglich. Vor zehn Jahren bildeten noch neun Universitäten touristischen Nachwuchs aus.

In einem Brief an die Bundesbildungsministerin Anja Karliczek und die Präsidentin des Wissenschaftsrates, Prof. Dr. Martina Brockmeier, fordert der BTW deshalb gemeinsam mit DTV, DEHOGA, RDA, DZT, DRV, ASR und der Deutschen Gesellschaft für Tourismuswissenschaft (DGT) eine Umkehr dieses Trends. Deutschland könne es sich nicht leisten, Tourismusforschung einzustellen und wissenschaftlichen Nachwuchs ins Ausland abw andern zu lassen. Gerade hier müsse Exzellenz im internationalen Maßstab gefordert und gefördert werden, appellieren die Verbände.  
„Mit der Ausdünnung der Tourismusausbildung und -forschung an Universitäten werden künftig hochqualifizierte Fachkräften fehlen, die Innovationen in der Branche vorantreiben“, erklärt DTV-Präsident Reinhard Meyer stellvertretend für die Verbände. „Die Tourismuswissenschaft an den Universitäten liefert wertvolle Ergebnisse im Bereich der Grundlagenforschung. Zukunftsorientierte Lösungsansätze zum demographischen Wandel, Digitalisierung und Klimawandel spielen in der Tourismusforschung eine wichtige Rolle", so DGT-Präsident Prof. Dr. Jürgen Schmude.
Den Brief an die Bundesbildungsministerin finden Sie hier...

Stellungnahme zur Kündigung von TUI und Thomas Cook

Mit TUI und Thomas Cook haben zwei der größten Reiseveranstalter und Gründungsmitglieder des BTW ihre Kündigung aus dem Verband erklärt.

Wir bedauern die Entscheidung. Über die Beweggründe können wir im Wesentlichen jedoch nur mutmaßen. Wir werden das Gespräch mit Unternehmensvertretern suchen, um die Motivation zu verstehen und Kritikpunkte künftig ggf. in unserer Verbandsarbeit zu berücksichtigen.

Als BTW sind wir fest davon überzeugt, dass die Struktur und grundlegende Idee mit der der Dachverband 1995 gegründet wurde – Incomingtourismus, Outgoingtourismus und innerdeutschen Tourismus, Verbände und wichtige Unternehmen unter dem Dach „Deutsche Tourismuswirtschaft“ zu vereinen, eine gemeinsame Plattform zu bieten und die Stärken der unterschiedlichen Bereiche zu bündeln - im Sinne der Gesamtbranche sowie ihrer Teilbereiche richtig und wichtig ist.

Nur ein solcher Zusammenschluss erlaubt eine glaubhafte Argumentation auf Basis von Wirtschaftskraft und Arbeitsplätzen. Im politischen Diskurs spielen Arbeitsplätze und der Beitrag zur Wertschöpfung eine große, wenn nicht die größte Rolle. Je mehr Arbeitsplätze eine Branche sichert, desto gewichtiger kann auch ihre Stimme im politischen Diskurs sein, desto notwendiger ist es für die Politik, diese Arbeitsplätze zu sichern. Diese wichtige Klammer bietet der BTW als Dachverband der gesamten Branche.

Nur gemeinsam stehen wir für fast 3 Millionen Arbeitsplätze und 4 Prozent der Bruttowertschöpfung in Deutschland. Und nur unter diesem gemeinsamen Dach kommunizieren wir somit auf Augenhöhe mit Automobilwirtschaft, Maschinenbau und anderen „Heavy Weights“. Nicht vergessen darf man: Von den 2,9 Millionen Arbeitsplätzen der Tourismuswirtschaft entfallen mehr als 2,5 Millionen Arbeitsplätze und damit der weit überwiegende Teil auf den Deutschlandtourismus, davon allein rund 1,5 Millionen touristisch relevante Arbeitsplätze auf die heimische Hotellerie und Gastronomie. Verständnis in Politik und Öffentlichkeit für die Belange der Tourismuswirtschaft zu schaffen ist deshalb aus unserer Sicht nur möglich, wenn man alle wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Werte dieser Gesamtbranche zusammenbringt. Dafür steht der BTW.

Auf dieser Basis Verständnis für die Branche zu schaffen, sehen wir als Dachverband als eine unserer wichtigen Aufgaben. Die Imagekampagne „Auf Zukunft gebucht“ ist nur ein Beispiel, im Rahmen dessen wir mit vielen starken Partnern an unserer Seite genau diese Botschaften insbesondere in Richtung Politik getragen haben. Die Erstellung von Branchenstudien wie beispielsweise „Wirtschaftsfaktor Tourismus Deutschland“ ist ein anderes.

Gleichzeitig bieten wir als Dachverband bei der Vielzahl an Einzelthemen und Herausforderungen eine Plattform, auf der ein gemeinsamer Nenner definiert und transportiert werden kann. Wir sind uns sicher, dass die Vielstimmigkeit der Branche wichtig und von Vorteil ist, dass es aber auch immer wieder Momente gibt, in der es – gerade gegenüber der Politik – notwendig ist, den Zusammenhalt zu demonstrieren. Selbst wenn es in einzelnen Sachfragen manchmal auch divergierende Meinungen gibt, vereinen uns doch immer zumindest die ideellen Gemeinsamkeiten der Branche, wie unsere Kraft als Friedensindustrie und als Völkerverständiger, als Erlebnisschaffer oder Visitenkarte des Landes. Auch deshalb bedauern wir die Entscheidung der beiden Konzerne sehr.

BTW zum Koalitionsvertrag: Nationale Tourismusstrategie braucht echten wirtschaftspolitischen Ansatz

Tourismuswirtschaft setzt auf Transparenz und den frühzeitigen Dialog mit allen Betroffenen

„Die nationale Tourismusstrategie ist ein Schritt in die richtige Richtung. Zentral wird allerdings sein, dass der vorgesehene‚ ganzheitlich wirtschaftspolitische Ansatz‘ kein Lippenbekenntnis bleibt, sondern stringent verfolgt wird!“ Mit diesen Worten kommentierte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) Dr. Michael Frenzel den Entwurf des Koalitionsvertrags von  Union und SPD.

„Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Deutschland, wie die potentiellen Koalitionäre in ihrem Vertragsentwurf ja auch klar darstellen. Er steht für 3 Millionen Beschäftigte und 4 Prozent der Bruttowertschöpfung in Deutschland. Dieser Relevanz für den Wirtschaftsstandort Deutschland gilt es, bei strategischen Überlegungen und den daraus folgenden Maßnahmen gerecht zu werden. Bislang vermissen wir jedoch handfeste wirtschaftspolitische thematische Aussagen jenseits von ‚Barrierefreiheit‘ und ‚Qualitätsoffensiven‘. Themen wie ein Level Playing Field, also faire Wettbewerbsbedingungen im Vergleich zu nationalen und internationalen Wettbewerbern, die digitalen Herausforderungen unserer Zeit, Bürokratieabbau und Arbeitsmarkt müssen aus unserer Sicht eine zentrale Rolle im Zuge einer nationalen Tourismusstrategie spielen. Die Problemfelder und entsprechende Lösungsansätze sind bekannt, jetzt gilt es, auch entsprechend zu handeln. Ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Tourismusstrategie wird dabei aus unserer Sicht auch Transparenz und der frühzeitige zielgerichtete Dialog mit allen Betroffenen sein!“

BTW zum Tourismusausschuss-Vorsitz der AfD

Am 23. Januar 2018 sind die Ausschussvorsitze im Deutschen Bundestag für die 19. Wahlperiode verteilt worden. Der Vorsitz des Ausschusses für Tourismus ging dabei an die AfD. Dazu erklärt BTW-Generalsekretär Michael Rabe:

„Es bleibt abzuwarten, wie sich die AFD in Sachen Tourismuspolitik konkret positionieren wird. Wie mit allen anderen demokratisch gewählten Parteien werden wir auch mit der AFD grundsätzlich sachlich zusammenarbeiten, aber auch die Auseinandersetzung zu den für uns relevanten Themen nicht scheuen. Keine andere Branche ist internationaler und multikultureller, wenn es um ihre Mitarbeiter und ihre Angebote geht. Deshalb sind unsere Themen unverrückbar mit Werten wie Weltoffenheit, Gastfreundschaft und Willkommenskultur und auch mit zentralen Errungenschaften der EU wie Reisefreiheit oder der gemeinsamen Währung verbunden, für die wir weiter – gerade auch im politischen Dialog - intensiv eintreten werden.“

Appell an die nächste Bundesregierung: Tourismus ins Zentrum der Wirtschaftspolitik rücken

„Die Arbeitsplätze von 3 Millionen Beschäftigten in der Tourismusbranche und die Hunderttausenden meist kleinen und mittelständischen Betriebe unserer Branche müssen durch die neue Bundesregierung zukunftsfest gemacht werden.“ Diese Forderung stellte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) Dr. Michael Frenzel am heutigen Donnerstag stellvertretend für die Branche.

Gemeinsam mit  den Präsidenten des Deutschen ReiseVerbands Norbert Fiebig und des Internationalen Bustouristik Verbands (RDA) Benedikt Esser, den Vizepräsidenten des DEHOGA-Bundesverbands Fritz Engelhardt und des Deutschen Tourismusverbands Dr. Heike Döll-König sowie dem Vorstandsmitglied des Bundesverbands der Deutschen Fluggesellschaften Dr. Michael Engel forderte er im Zuge einer Bundespressekonferenz ein inhaltliches und organisatorisches Umdenken in Sachen Tourismuspolitik. „Die nächste Bundesregierung muss den Tourismus endlich ins Zentrum ihrer Wirtschaftspolitik stellen. Weniger Belastungen und zukunftsfähige Rahmenbedingungen für die Tourismuswirtschaft – das muss das Ziel für die kommende Legislaturperiode sein“, appellierten die Tourismusvertreter.

Die politischen Rahmenbedingungen für die weltweit boomende Tourismuswirtschaft sind in Deutschland nicht optimal ausgestaltet, wie unter anderem die Entwicklungen im Luftverkehr zeigen. Während der weltweite Luftverkehr kontinuierlich wächst, leiden die deutschen Airlines unter anderem unter dem nationalen Alleingang bei der Luftverkehrsteuer und verlieren auch in Deutschland dauerhaft Marktanteile an ihre ausländischen Konkurrenten.

Von schlechten gesetzlichen Rahmenbedingungen sind neben dem Luftverkehr auch andere Bereiche der deutschen Tourismuswirtschaft betroffen. So kämpfen deutsche Bus- und Reiseveranstalter mit einer steuerlichen Benachteiligung beim Ein- und Verkauf von Urlaubsreisen, die den Preis für einen Urlaub unnötig verteuert. Den Gastronomen macht bei der Bewirtung ihrer Gäste eine widersprüchliche Besteuerung von Speisen zu schaffen. Zudem behindern Bürokratie und unflexible gesetzliche Regelungen maximale Gastfreundschaft.

Zentrale Forderungen der Tourismuswirtschaft an die neue Bundesregierung

  • Abschaffung der gewerbesteuerlichen Hinzurechnung beim  Hotelzimmereinkauf durch Reiseveranstalter
  • Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes
  • Abschaffung der Luftverkehrsteuer und Übernahme der Luftsicherheitsgebühren durch die öffentliche Hand
  • Einheitlicher Steuersatz auf Essen
  • Bürokratieabbau, der sich auch im Betriebsalltag niederschlägt
  • Analyse und Umsetzung geeigneter Maßnahmen zur dauerhaften Sicherung des Wirtschaftsfaktors Tourismus und der damit verbundenen Arbeitsplätze zum Beispiel durch einen ausschließlich für Tourismus zuständigen Staatssekretär

Die neu zu wählende Bundesregierung sollte für die Tourismuswirtschaft einen ganzheitlichen wirtschaftspolitischen Ansatz erarbeiten, um deren Zukunftsfähigkeit und Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen.

Erste Lesung zur Umsetzung der EU-Pauschalreiserichtlinie: Tourismusbranche nicht noch stärker belasten

Tourismuswirtschaft fordert: „Keine Rolle rückwärts, kein Gold Plating“

Der Deutsche Bundestag debattiert am heutigen Donnerstag in erster Lesung über die Umsetzung der Pauschalreiserichtlinie in deutsches Recht. Im Vorfeld fordert der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) die Abgeordneten auf, neue Verschärfungen für die Unternehmen der Tourismusbranche gegenüber dem vom Bundeskabinett verabschiedeten Regierungsentwurf zu vermeiden. Vielmehr sollten nach wie vor vorhandene Spielräume für Erleichterungen ausgelotet und genutzt werden. „Die verbindlichen Mindestvorgaben der europäischen Richtlinie selbst beinhalten bereits genug Fallstricke, Bürokratie und Zusatzkosten für viele Betriebe unserer Branche. Darauf darf Deutschland nicht noch weiter aufsatteln, ein solches „Gold Plating“ gilt es dringend zu vermeiden“, fordert BTW-Präsident Dr. Michael Frenzel.

Nach deutlicher gemeinsamer Kritik der Tourismuswirtschaft am ursprünglichen Referentenentwurf des Bundesjustizministeriums sieht der im November verabschiedete Regierungsentwurf deutliche Verbesserungen für die Branche vor. Ein wichtiges Umdenken gab es insbesondere bei den Einzelleistungen, die ursprünglich auch den Vorgaben des Pauschalreiserechts unterliegen sollten, nachgebessert wurde zudem bei den Themen Tagesreisen, Erheblichkeitsschwelle und Sicherungsschein. „Die Verbesserungen, die dank guter Argumente gegenüber dem Referentenentwurf erreicht wurden, dürfen im weiteren Gesetzgebungsprozess nicht wieder zunichte gemacht werden. Einzelleistungen und Tagesreisen sind keine Pauschalreisen und dürfen nicht wieder miteinbezogen werden“, so Frenzel. Gleichzeitig gilt es, nach wie vor drohende Bürokratie wie getrennte Bezahlvorgänge im Reisebüro bei der Vermittlung unterschiedlicher Reisebausteine zu verhindern. Frenzel: „Den Grad des Verbraucherschutzes daran festzumachen, ob der Kunde den Reisepreis mehrerer Leistungen auf einmal zahlt oder in drei, vier getrennten Bezahlvorgängen, macht aus unserer Sicht keinen Sinn. Diese praxisfremde Regelung hat keinerlei positiven Nutzen. Sie kostet lediglich Zeit und Nerven der Mitarbeiter und Kunden.“   

Der BTW begrüßt deshalb auch das Signal seitens der Bundesregierung, u.a. im Austausch mit der Europäischen Kommission prüfen zu wollen, ob die getrennten Bezahlvorgänge im Sinne der Richtlinie zwingend erforderlich sind oder ob es hier nicht doch Interpretationsspielraum gibt.

Brief des BTW an Politiker aus Berlin und Brandenburg zur Diskussion um die Verschärfung des Nachtflugverbots am BER

Mit Blick auf die erneut aufgeflammten Diskussionen um ein verschärftes Nachtflugverbot am künftigen Hauptstadtflughafen BERhat sich der BTW in einem Schreiben an Brandenburgs Ministerpräsidenten Dietmar Woidke sowie die Berliner Parteispitzen von SPD, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen als mögliche künftige Koalitionspartner gewandt und die Beibehaltung der bislang geplanten Nachtflugmöglichkeiten am BER gefordert. „Die ohnehin schon eingeschränkten Nachtflugmöglichkeiten aufrechtzuerhalten, ist zum einen ein Gebot der Wirtschaftlichkeit des Flughafens. Es ist aber auch ein Gebot der Vernunft mit Blick auf die Entwicklung Berlins - als Tourismus- und Wirtschaftsstandort und aufstrebende, attraktive Metropole“, heißt es in dem Brief.

Den kompletten Text finden Sie hier...

Diskussionspapier "Digitalisierung der Tourismuswirtschaft" des Young Leaders Circle im BTW

Der Young Leaders Circle (YLC) im BTW hat ein Diskussionspapier zur Digitalisierung der Tourismuswirtschaft erarbeitet. Dieses diskutierten die Mitglieder des YLC am Vorabend des 20. Tourismusgipfels mit dem Bundestagsabgeordneten Thomas Jarzombek.

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Gemeinsames Positionspapier des BTW und des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft e. V. zum Thema Entwicklungsfaktor Tourismus.

Der Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft und der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft fordern die Bundesregierung auf, den Wirtschaftsmotor Tourismus nicht nur im Sinne der klassischen Entwicklungszusammenarbeit zu nutzen, um Perspektiven für die afrikanische Bevölkerung zu schaffen. Am 13. September hat erstmalig ein vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung eingerichteter Round Table mit Tourismus- und Entwicklungsexperten stattgefunden.
 
Im Vorfeld des Round Table haben die beiden Verbände ein gemeinsames Grundlagenpapier erarbeitet, in dem die einzelnen Aspekte ihrer Forderung zusammengefasst sind. Dazu gehören: 
 
•    Tourismus als wichtigen Entwicklungsmotor zu betrachten 
•    eine verbesserte Ausbildungsperspektive in den Ländern aufzuzeigen 
•    allumfassende Lösungsansätze anzuregen 
•    einen verbesserten Know-how-Transfer zwischen deutschen Unternehmen in Bezug auf länderspezifische Wachstumspotentiale anzustoßen 
•    Afrika differenziert zu betrachten und dadurch zur Senkung der Fluchtursachen beizutragen. 

zum Grundlagenpapier

Pauschalreiserichtlinie: Verbände warnen in Brief an Bundesjustizminister vor massiven Einschränkungen des touristischen Angebots in Deutschland

In einem gemeinsamen Brief an Bundesjustizminister Heiko Maas haben die von der Pauschalreiserichtlinie betroffenen deutschen Tourismusverbände auf die massiven Schäden hingewiesen, die durch die geplante deutsche Umsetzung der europäischen Richtlinie drohen. Der vom Bundesjustizministerium vorgelegte Referentenentwurf ist aus Sicht der Branche praxisuntauglich und wird zu wesentlichen Einschränkungen des touristischen Angebots in Deutschland führen.

Den Brief an den Bundesjustizminister finden Sie hier, die ergänzende Pressemitteilung hier....

Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft nimmt zum Referentenentwurf des Dritten Gesetzes zur Änderung reiserechtlicher Vorschriften Stellung

Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) setzt sich als Dachverband der deutschen Tourismuswirtschaft für die gemeinsamen, übergreifenden Interessen und Bedürfnisse der Branche ein. Aus diesem Interesse heraus liegt der Fokus unserer Stellungnahme auf den übergeordneten gemeinsamen Punkten, die wir im Sinne unseres touristischen Gesamtinteresses verstärken wollen. Im Einzelnen verweisen wir dazu auf die umfangreichen Stellungnahmen unserer Mitgliedsverbände.

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Brief des BTW an die Präsidentin des Umweltbundesamts zu dessen Forderung nach Verzicht auf und Verteuerung von Reisen

Das Umweltbundesamt (UBA) hat an die Politik appelliert, Subventionen im Luftverkehr zu streichen und den Menschen nahegelegt, auf Balkonien oder im Schrebergarten Urlaub zu machen. Dem Bürger von offizieller Seite – und als solche wird das Umweltbundesamt in der Öffentlichkeit fraglos wahrgenommen – nahezulegen, wo er seinen Urlaub verbringen darf und wo nicht und dies durch künstlich verteuerte Flüge politisch steuern zu wollen, ist aus Sicht des BTW der falsche Weg und auch mit Blick auf den Klimaschutz nicht so zielführend, wie seitens des UBA dargestellt. Wichtige Argumente dazu hat der BTW in einem Schreiben an die UBA-Präsidentin zusammengefasst.

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Brief des BTW an die deutschen Europaabgeordneten zum Thema gegenseitige Visabefreiung mit USA und Kanada

Nach einer vom Europäischen Parlament und Rat erlassenen Verordnung aus dem Jahr 2001 sind Bürger aus den USA und Kanada bei der Einreise in die EU von der Visumpflicht befreit. Hingegen verlangt die USA derzeit Visa für die Einreise von Bürgern aus Bulgarien, Rumänien, Kroatien, Zypern und Polen; Kanada verlangt Visa für die Einreise von Bürgern aus Bulgarien und Rumänien. 2013 wurde zur effizienteren Durchsetzung einer gemeinsamen EU-Visapolitik der Schengen-Visa-Gegenseitigkeitsmechanismus eingeführt. Danach kann die Visafreiheit für Bürger aus Drittländern, die diesen Gegenseitigkeitsmechanismus nicht vollständig anwenden, zeitweilig aufgehoben werden. Ein solches Vorgehen wäre aus Sicht der deutschen Tourismuswirtschaft äußert problematisch und hätte weitreichende negative Folgen für den Tourismus in Europa und damit auch die hier ansässigen Unternehmen. Deshalb hat der BTW die deutschen EU-Abgeordneten in einem Brief aufgefordert, sich gegen die drohende Aussetzung der Visa-Befreiung für Bürger aus den USA und Kanada einzusetzen.

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Brexit: BTW bedauert Votum der Briten

Die Briten haben sich in ihrem Referendum für den Brexit entschieden. Der BTW bedauert dieses Votum gegen einen Verbleib Großbritanniens in der EU außerordentlich. Nun wird es aus Sicht der Branche darauf ankommen, dass zum einen ein Dominoeffekt innerhalb der EU vermieden wird und andererseits möglichst zeitnah in Verhandlungen zwischen EU und Großbritannien zentrale Zukunftsfragen unter anderem rund um Marktzugang und Freizügigkeit geklärt werden.

Der BTW hatte sich vor der Abstimmung in den Medien deutlich gegen ein Ausscheiden Großbritanniens aus der EU ausgesprochen: „Die deutsche Tourismuswirtschaft profitiert wie kein anderer Wirtschaftsbereich vom Austausch von Menschen, Begegnungen zwischen Nationen und Kulturen. Die offenen Grenzen innerhalb Europas und die infolge des europäischen Einigungsprozesses in Entstehung begriffene europäische Identität fördern diesen Austausch. Deshalb hat die deutsche Tourismuswirtschaft ein hohes Interesse daran, diese kulturellen, sozialen und politischen Errungenschaften auch in Zukunft zu bewahren und weiter auszubauen“ so BTW-Präsident Dr. Michael Frenzel. „Über mögliche wirtschaftliche Auswirkungen eines Brexit lässt sich insbesondere mit Blick auf die langfristige Dimension keine seriöse Prognose abgeben. Kurzfristig könnte der Austritt Großbritanniens eine negative Signalwirkung auf die Gesamtstabilität der EU und eine destabilisierende Wirkung auch auf verschiedene Regionen der EU haben. Das kann nicht im Interesse der Tourismuswirtschaft sein. Auch mit Blick auf die großen Weltregionen wie USA, China oder Südamerika ist Europa darauf angewiesen, seine Kräfte zu bündeln um ein Partner auf Augenhöhe zu sein."