Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) e.V.
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Das Arbeitszeitgesetz muss an die Lebenswirklichkeit angepasst werden

Fakt ist: Die tägliche Höchstarbeitszeit von acht, in Ausnahmefällen zehn Stunden, die das Arbeitszeitgesetz vorsieht, ist nicht mehr zeitgemäß und lässt unter anderem viele Betriebe im Gastgewerbe immer wieder an ihre Grenzen stoßen, wenn Flexibilität - insbesondere auch im Sinne der Gäste - gefordert ist; nur zwei Beispiele:

  • Am Samstag findet die Hochzeitsfeier im Gasthof statt. Die Gäste treffen nach der kirchlichen Trauung um 17.00 Uhr ein. Die Arbeitszeit der Mitarbeiter begann um 15.00 Uhr. Das Veranstaltungsende war für 1 Uhr vorgesehen. Aufgrund der guten Stimmung wird es jedoch 04.00 Uhr. Aus verständlichen Gründen kann der Gastwirt nicht um 1 Uhr die Hochzeitsfeier beenden.
  • Die Busreisegruppe ist für 19.00 Uhr angemeldet. Kurz vor der geplanten Ankunft wird telefonisch mitgeteilt, dass man staubedingt voraussichtlich erst gegen 22.00 Uhr eintreffen wird, aber selbstverständlich dann das bestellte 3-Gang-Menü noch einnehmen möchte. Auch bei diesen Sachverhalten ist maximale Flexibilität ganz im Sinne guter Gastfreundschaft gefordert und ein Überschreiten der täglichen Höchstarbeitszeit von 10 Stunden im Einzelfall nicht auszuschließen.

Die Tourismuswirtschaft unterstützt deshalb die Forderung des DEHOGA, das Arbeitszeitgesetz von einer täglichen auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit umzustellen. So können Arbeitszeiten individueller und flexibler auf die Wochentage aufgeteilt werden.

Es geht um mehr Flexibilität und ausdrücklich nicht um eine Verlängerung der Gesamtarbeitszeit! Die Flexibilisierung soll zudem weder für Jugendliche noch für Azubis gelten!

Der DEHOGA hat zu diesem Thema auch die Branchenkampagne "Höchste Zeit für Wochenarbeitszeit“ gestartet. Mehr Infos dazu auf der Kampagnenseite www.wochen-arbeitszeit.de.