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Coronavirus: Reisebeschränkungen in und aus China, gesperrte Ortschaften in Norditalien

Insbesondere In Teilen von China sind mehrere Zehntausend Menschen an einer neuartigen Form des Coronavirus erkrankt. Erkrankungsfälle wurden mittlerweile auch außerhalb Chinas gemeldet. Der erste größere Infektionsherd in Europa wurde in Norditalien gemeldet, wo in der Folge mehrere Orte zu Sperrzonen erklärt wurden.

China hat als eine von zahlreichen Schutzmaßnahmen Reisebeschränkungen innerhalb des Landes erlassen. Am 27. Januar 2020 wurden auf Anweisung des „Ministry for Culture and Tourism China" zudem Gruppen- und Pauschalreisen (mit ADS-Visum) ins Ausland mit Abreisedatum ab dem 27. Januar abgesagt. Ob und wie stark sich die Reisebeschränkungen im Zusammenhang mit dem Ausbruch des Coronavirus auf Deutschlandreisen auswirken, hängt davon ab, wie diese weiter ausgestaltet werden und wie lange sie in Kraft bleiben.

Nach eingehender Bewertung aller vorliegenden Informationen hat die Lufthansa Group entschieden, ihre Flüge von/ nach Festland China bis zum 29. Februar einzustellen. Kunden vieler deutscher Reiseveranstalter können Reisen nach China stornieren oder umbuchen. Für genauere Informationen sollten sich betroffene Kunden direkt mit ihrem Reiseveranstalter bzw. Reisebüro in Verbindung setzen.

Die Tourismusbranche beobachtet die Entwicklungen und insbesondere die Empfehlungen und Entscheidungen u.a. der Weltgesundheitsorganisation WHO, von Robert Koch-Institut und Auswärtigem Amt zu diesem Thema genau.

Informationen des Robert Koch-Instituts zum Corona-Virus

FAQ der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung zum Corona-Virus

Aktuelle Infos des Auswärtigen Amts zum Reiseziel China

Informationen der Weltgesundheitsorganisation WHO zum Corona-Virus


Folgende Informationen unserer Partnerorganisationen zu diesem Thema stellen wir Ihnen zudem gern zur Verfügung.

Fluggastinformationen der Lufthansa Group vom 3. Februar 2020

Informationen für Passagiere von / nach China

Die Sicherheit ihrer Passagiere und Mitarbeiter hat für die Lufthansa Group oberste Priorität. Nach eingehender Bewertung aller aktuell vorliegenden Informationen zum Corona-Virus hat die Lufthansa Group nun entschieden, die Flüge von Lufthansa, SWISS und Austrian Airlines von/nach Peking und Shanghai bis zum 29. Februar zu streichen. Zunächst waren sie bis zum 9. Februar ausgesetzt worden. Nanjing, Shenyang und Qingdao werden bis zum Ende des Winterflugplans am 28. März nicht angeflogen. Flüge von und nach Hongkong finden unverändert wie geplant statt. Die Lufthansa Group wird die Situation weiterhin laufend beobachten und steht mit den zuständigen Behörden in Kontakt.

Weitere Informationen der Lufthansa-Group finden Sie hier...

Pressemitteilung der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) vom 27. Januar 2020

Zum Auslandsreisestopp Chinas wegen Corona-Virus  

27. Januar 2020 – China, wichtiger asiatischer Quellmarkt für das Reiseland Deutschland, wird nach den aktuell vorliegenden Zahlen des Statistischen Bundesamtes seine Position in der Gesamtbilanz 2019 klar bestätigen.

Ob und wie stark sich die Reisebeschränkungen chinesischer Behörden im Zusammenhang mit dem Ausbruch des Coronavirus auf Deutschlandreisen auswirken, hängt davon ab, wie diese weiter ausgestaltet werden und wie lange sie in Kraft bleiben.

Aktuell wurden auf Anweisung des „Ministry for Culture and Tourism China" Gruppen- und Pauschalreisen (mit ADS-Visum) ins Ausland mit Abreisedatum ab dem 27. Januar abgesagt.

Die üblicherweise hohe Reiseintensität aufgrund des chinesischen Neujahrsfestes bezieht sich in erster Linie auf Reisen im eigenen Kontinent. Die Hochsaison für Fernreisen – und damit auch für Deutschland – liegt in den Sommermonaten. Im Januar werden in der Regel nur etwa sechs Prozent des jährlichen Übernachtungsvolumens aus China generiert.

Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der DZT, erläutert dazu: „Deutschland ist für die Chinesen das beliebteste Reiseziel in Europa (IPK/WTM 2019). Mit vielfältigen marktspezifischen Aktivitäten konnten wir gemeinsam mit den Akteuren im Deutschlandtourismus diese Position auf drei Millionen Übernachtungen chinesischer Gäste jährlich ausbauen. Ein Marktanteil von 3,4 Prozent bedeutet Platz zwölf für den deutschen Incoming-Tourismus. Das hohe Ausgabeverhalten der Chinesen mit einem Umsatz von sechs Milliarden Euro 2018* spiegelt die wirtschaftliche Bedeutung für den Einzelhandel und die Tourismus- und Freizeitindustrie im Reiseland Deutschland wider. Umsatzbezogen liegt China auf Platz zwei aller Quellmärkte (IPK/WTM 2019). Wir stehen über unsere Auslandsvertretung in Peking in ständigem Austausch mit den Partnern der chinesischen Reiseindustrie. Aktuell können wir noch keine verlässlichen Aussagen zu den Auswirkungen auf das Incoming aus China treffen. Wissend um die hohe Sympathie der Chinesen für das Reiseland Deutschland hoffen wir, dass sich die Situation für chinesische Reisende zeitnah entspannt.“

* alle Reise-Ausgaben für Transport, Unterkunft, Verpflegung, Shopping etc. während des Deutschland-Aufenthaltes sowie im Rahmen der An-, (Weiter-) und Rückreise

Pressemitteilung des Flughafenverbands ADV vom 22. Januar 2020

Deutsche Flughäfen im Pandemiefall gut gerüstet

22. Januar 2020 - Die Entwicklung und Verbreitung der neuartigen Lungenkrankheit aus China – das Coronavirus – wird auch in Deutschland mit höchster Aufmerksamkeit beobachtet. Die Situation einer möglichen Einschleppungsgefahr hierzulande wird durch die zuständigen Behörden fortlaufend neu bewertet. An den deutschen Flughäfen gibt es für den Ernstfall detaillierte Notfallpläne mit klaren Prozessabläufen, wie der Flughafenverband ADV mitteilt. Die erforderlichen medizinischen Kapazitäten stehen bereit. Grundlage für die Weiterentwicklung dieser Notfallpläne sind Erkenntnisse und Vorschriften der Weltgesundheitsorganisation.

Für die derzeitige Lungenkrankheit aus China wurden von der WHO, dem Auswärtigen Amt oder dem Robert-Koch-Institut als zuständige Organe bislang (Stand 22. Januar 2020) keine Reisebeschränkungen erlassen. Die deutschen Flughäfen sind für den Umgang mit Verdachtsfällen des Coronavirus vorbereitet und stehen mit den zuständigen Behörden in engem Kontakt. Die Internationalen Gesundheitsvorschriften der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sehen für Deutschland fünf Flughäfen vor, die zum Schutz der öffentlichen Gesundheit so genannte Kernkapazitäten vorhalten müssen. Im Falle der Ankunft eines Passagierflugzeuges, das einen Verdachtsfall an Bord hat, würde die betreffende Maschine zu einem dieser Flughäfen umgeleitet. In Deutschland zählen dazu Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt, München und Berlin.

Grundsätzlich sind die Gesundheitsbehörden der jeweiligen Bundesländer zuständig für die Umsetzung der Maßnahmen. Notfallpläne für den Umgang mit gefährlichen Infektionen auf deutschen Flughäfen existieren seit Jahren und haben sich in der Vergangenheit bewährt. „Dass die Prozessketten zuverlässig funktionieren, haben die Flughäfen bewiesen – so etwa 2003 bei SARS, 2006 bei einem Fall von Lassafieber oder 2009 im Zuge der Ausbreitung der Schweinegrippe“, erklärt ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel.