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Wichtige Hilfsmaßnahmen für Unternehmen

Die Politik in Bund und Ländern stellt den von der Coronakrise betroffenen Unternehmen eine Reihe von wichtigen Hilfsprogrammen zur Verfügung. Zentrale Bausteine auf Bundesebene sind neben der Kurzarbeit die Corona-Überbrückungshilfe mit finanziellen Direkthilfen für kleine und mittlere Unternehmen, der Wirtschaftsstabilisierungsfonds sowie die KFW-Kreditangebote mit einer bis zu 100-prozentigen Haftungsgarantie durch den Bund. Die Hilfsmaßnahmen Überbrückungshilfe, Kurzarbeit und Aussetzung des Überschuldungstatbestands wurden zwischenzeitlich verlängert.

Hinzu kommt neu die so genannte "November- und Dezemberhilfe" als Entschädigung für die vom aktuellen Lockdown betroffenen Betriebe.

Auf folgenden speziellen Seiten zur Coronakrise der Bundesministerien für Wirtschaft, Arbeit und Finanzen sowie der Bundesagentur für Arbeit finden Sie insbesondere zu den Angeboten des Bundes umfangreiche Informationen:

November- und Dezemberhilfe: Außerordentliche Wirtschaftshilfe im zweiten Lockdown

Die außerordentlichen Wirtschaftshilfen für die Monate November und Dezember 2020 - besser bekannt als "November- und Dezemberhilfe" -  bieten eine weitere Unterstützung zumindest für einen Teil der Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die vom zweiten Lockdown besonders betroffen sind. Die Entschädigungsgelder werden voraussichtlich viele der im aktuellen Lockdown geschlossenen Unternehmen der Branche vorerst vor dem drohenden Aus bewahren. Es ist richtig und wichtig, dass (weitgehend) geschlossene Unternehmen, die in diesem zweiten Lockdown ein Sonderopfer gebracht haben, um Schulen Kitas und weite Teile der Wirtschaft am Laufen zu halten, hierfür angemessen entschädigt werden.

Hier können die November-  und Dezemberhilfe beantragt werden...

Umfangreiche Informationen rund um die November- und Dezemberhilfe, zur Antragsberechtigung und zum Antragsverfahren finden Sie hier......

Nach langer Wartezeit hat die EU-Kommission Mitte Januar nun auch den Antrag Deutschlands nach Art. 107 Abs. 2 b AEUV für die November- und Dezemberhilfe extra genehmigt. Darüber erhalten nun erstmalig auch größere Unternehmen direkte nicht rückzahlbare Finanzhilfen. Kurzum: Alle, die für November und Dezember einen Anspruch auf mehr als 4 Mio. Euro haben, können nunmehr auch die von den Ministern Scholz und Altmaier zugesagten Hilfen bekommen.
Die genauen Auszahlungskriterien dieses Programms sind noch nicht bekannt, die aktuelle Pressemitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums zur EU-Genehmigung mit einigen weiteren Informationen finden Sie hier verlinkt...

Co­ro­na-Über­brückungs­hil­fe des Bun­des

Kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Pandemie einstellen oder stark einschränken mussten, unterstützt der Bund im Zuge der so genannten "Überbrückungshilfe" mit direkten Zuschüssen zu den betrieblichen Fixkosten. Die Höhe der Überbrückungshilfe richtet sich nach den betrieblichen Fixkosten und dem Ausmaß des erlittenen Umsatzrückgangs.

Die Antragsfrist für die Überbrückungshilfe II für die Fördermonate September bis Dezember 2020 läuft bis 31. Januar 2021. Beantragt wird Überbrückungshilfe über einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer über die Antragsplattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zur  Überbrückungshilfe II finden Sie hier...

Die 3. Phase der Überbrückungshilfe gilt von Januar bis Juni 2021. Die Bundesregierung hat die Hilfe gegenüber den ersten beiden Phasen verbessert: Für direkt oder indirekt von staatlichen Schließungen betroffene Unternehmen wurde der monatliche Maximalbetrag deutlich auf bis zu 1,5 Millionen Euro erhöht, zudem wurde der Kreis der Antragsberechtigten ausgedehnt und die Beantragungskriterien vereinfacht.

Wichtige Informationen zur Überbrückungshilfe III finden Sie hier...

Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) für größere Unternehmen

Für größere Unternehmen sind Anträge über den Wirtschaftsstabilisierungsfonds möglich. Er richtet sich an Betriebe, die in die in den letzten beiden bilanziell abgeschlossenen Geschäftsjahren vor dem 1. Januar 2020 mindestens zwei der folgenden Bedingungen erfüllten:

  • Bilanzsumme von mehr als 43 Millionen Euro
  • Umsatz von mehr als 50 Millionen Euro
  • Mehr als 249 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt

Wählen kann man aus folgenden Unterstützungsmaßnahmen (kombinierte Anwendung möglich):

  • Standardprodukt: „Bürgschaft für Bankkredite“
  • Standardprodukt: „Stille Beteiligung bis 100 Mio. Euro“
  • Individuelle Strukturierung (bei Finanzbedarf von über 100 Mio. Euro)

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ist Ansprechpartner für die Unternehmen und zuständig für die Prüfung der Anträge.

Weitere Informationen zu Prozedere und Bedingungen des WSF finden Sie hier…

KfW-Kredite

Unternehmen, Selbstständige oder Freiberufler können, um ihre Liquidität zu verbessern und laufende Kosten zu decken, einen KfW-Kredit erhalten. Den Kredit beantragen Sie bei Ihrer Bank oder Sparkasse.

Der erste Schritt: Starten Sie den KfW-Förderassistenten, finden Sie den passenden KfW-Kredit und erfassen Sie alle Angaben für Ihren Kreditantrag. Damit sind Sie richtig gut auf das wichtige Bankgespräch vorbereitet.

Mehr Informationen zu den KfW-Krediten finden Sie hier...

Hilfen für Unternehmen