Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) e.V.
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Wichtige Hilfsmaßnahmen für Unternehmen

Die Politik in Bund und Ländern stellt den von der Coronakrise betroffenen Unternehmen eine Reihe von wichtigen Hilfsprogrammen zur Verfügung. Zentrale Bausteine auf Bundesebene sind neben der Kurzarbeit die Corona-Überbrückungshilfe mit finanziellen Direkthilfen für kleine und mittlere Unternehmen, der Wirtschaftsstabilisierungsfonds sowie die KFW-Kreditangebote mit einer bis zu 100-prozentigen Haftungsgarantie durch den Bund. Die Hilfsmaßnahmen Überbrückungshilfe, Kurzarbeit und Aussetzung des Überschuldungstatbestands wurden zwischenzeitlich verlängert.

Hinzu kam für die ersten Monate des zweiten Lockdowns die so genannte "November- und Dezemberhilfe" als Entschädigung für betroffene Betriebe.

Auf folgenden speziellen Seiten zur Coronakrise der Bundesministerien für Wirtschaft, Arbeit und Finanzen sowie der Bundesagentur für Arbeit finden Sie insbesondere zu den Angeboten des Bundes umfangreiche Informationen:

Erleichtertes Kurzarbeitergeld bis März 2022 verlängert

Ein Großteil der Unternehmen der Tourismuswirtschaft hat in der Corona-Krise das Instrument der Kurzarbeit genutzt, viele sind weiterhin darauf angewiesen. Die erleichterten Zugangsregelungen zur Kurzarbeit haben dazu beigetragen, dass Entlassungen im großen Umfang trotz der dramatischen Lage weitgehend vermieden werden konnten. Ein Großteil der Sonderregelungen zum Kurzarbeitergeld wurden zwischenzeitlich mehrfach verlängert, aktuell bis Ende März 2022.

Nachbesserungen sind aber unerlässlich. So müssen die Sozialversicherungsbeiträge beim Kurzarbeitergeld wieder zu 100 Prozent erstattet werden. Seit Anfang Januar 2022 sind es aktuell nur noch 50 Prozent, wodurch den Unternehmen finanzielle Zusatzbelastungen auferlegt werden, die sie in dieser weiter andauernden existenziellen Krise nicht stemmen können. Dies muss dringend kurzfristig korrigiert werden!

Mehr Informationen rund um die Kurzarbeit finden Sie hier...

Co­ro­na-Über­brückungs­hil­fe des Bun­des

Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Pandemie einstellen oder stark einschränken mussten, unterstützt der Bund im Zuge der so genannten "Überbrückungshilfe" mit direkten Zuschüssen zu den betrieblichen Fixkosten.

Die Überbrückungshilfe III Plus, die für Betriebe mit mehr als 30 Prozent Umsatzrückgang für den Förderzeitraum Juli bis Dezember 2021 galt, wurde wie vom BTW gefordert als Überbrückungshilfe IV für die Monate Januar bis März 2022 verlängert. Diese kann ab sofort beantragt werden. Wie bei den Vorgängerhilfen werden die Anträge über die Internetplattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de über einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer gestellt. Die Antragsfrist für Erstanträge endet am 30. April 2022, jene für Änderungsanträge am 30. Juni. Die zugehörigen FAQ finden Sie hier...

Bis Ende März können auch noch Anträge für die Überbrückungshilfe III Plus für den Förderzeitraum Juli bis Dezember 2021 gestellt werden.

Auch auf Druck der Tourismuswirtschaft ist die Überbrückungshilfe seit ihrem Start im Jahr 2020 mehrfach überarbeitet, verbessert und unter anderem um einen Eigenkapitalzuschuss zur Substanzstärkung ergänzt worden. Größere Unternehmen können zudem mittlerweile die erweiterte Überbrückungshilfe auf Grundlage der Allgemeinen Bundesregelung Schadensausgleich für Hilfen über 12 Millionen Euro beantragen.

Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) für größere Unternehmen

Für größere Unternehmen sind Anträge über den Wirtschaftsstabilisierungsfonds möglich. Er richtet sich an Betriebe, die in die in den letzten beiden bilanziell abgeschlossenen Geschäftsjahren vor dem 1. Januar 2020 mindestens zwei der folgenden Bedingungen erfüllten:

  • Bilanzsumme von mehr als 43 Millionen Euro
  • Umsatz von mehr als 50 Millionen Euro
  • Mehr als 249 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt

Wählen kann man aus folgenden Unterstützungsmaßnahmen (kombinierte Anwendung möglich):

  • Standardprodukt: „Bürgschaft für Bankkredite“
  • Standardprodukt: „Stille Beteiligung bis 100 Mio. Euro“
  • Individuelle Strukturierung (bei Finanzbedarf von über 100 Mio. Euro)

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ist Ansprechpartner für die Unternehmen und zuständig für die Prüfung der Anträge.

Weitere Informationen zu Prozedere und Bedingungen des WSF finden Sie hier…

KfW-Kredite

Unternehmen, Selbstständige oder Freiberufler können, um ihre Liquidität zu verbessern und laufende Kosten zu decken, einen KfW-Kredit erhalten. Den Kredit beantragen Sie bei Ihrer Bank oder Sparkasse.

Der erste Schritt: Starten Sie den KfW-Förderassistenten, finden Sie den passenden KfW-Kredit und erfassen Sie alle Angaben für Ihren Kreditantrag. Damit sind Sie richtig gut auf das wichtige Bankgespräch vorbereitet.

Mehr Informationen zu den KfW-Krediten finden Sie hier...

Hilfen für Unternehmen