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Luftverkehrsteuer Abwanderung

FAKT IST: Die Luftverkehrsteuer hat in Deutschland Millionen Passagiere gekostet.

Die seit 1. Januar 2011 geltende Luftverkehrsteuer, die die Bundesregierung im Rahmen ihres Sparpakets 2010 auf den Weg gebracht hatte, wird bei Abflügen von einem deutschen Flughafen erhoben und soll pro Jahr rund eine Milliarde Euro in die Staatskassen bringen. 2014 waren es nach Zahlen des Statistischen Bundesamts zuletzt 983 Millionen Euro für rund 79 Millionen Fluggäste. Für den überwiegenden Teil der Fluggäste (83 %) musste dabei von den Fluggesellschaften der niedrigste Satz in Höhe von 7,50 Euro entrichtet werden. Für 4 Prozent der Passagiere wurde der mittlere Satz von 23,43 Euro und für 13 Prozent der Passagiere der höchste Satz (42,18 Euro) gezahlt.

Als nationale Insellösung führt die Luftverkehrsteuer zu massiven Wettbewerbsverzerrungen gegenüber der ausländischen Konkurrenz. Die von Beginn an von der Branche prognostizierten Abwanderungseffekte zu grenznahen ausländischen Flughäfen haben sich bewahrheitet. Studien sowohl der Branche als auch der Bundesregierung bestätigten für 2011, das Jahr Eins nach Einführung der Steuer, Passagierverluste in Millionenhöhe für Deutschland. Ein Nachholeffekt fand in den Folgejahren nicht statt. Auch eine neue Studie der Luftverkehrswirtschaft aus dem Jahr 2013 belegt, dass sich die Steuer weiter dämpfend auf die Nachfrage auswirkt und Passagiere zu grenznahen Flughäfen in den Nachbarstaaten abwandern lässt. Dort ist der Luftverkehr zuletzt trotz schlechterer Gesamtwirtschaftslage zum Teil fast doppelt so stark gewachsen wie in Deutschland.

Deutsche Luftfahrtgesellschaften sind mit fast ihrem gesamten Flugangebot von der für Starts von deutschen Flughäfen geltenden Luftverkehrsteuer betroffen, ausländische Carrier hingegen nur mit einem kleinen Teil – ein signifikanter Wettbewerbsnachteil. Darüber hinaus trifft die Steuer auch weitere Glieder der touristischen Wertschöpfungskette – von den Airporthotels bis hin zum Dutyfree-Händler – und schadet dem Image des Reiseziels Deutschland. Die Luftverkehrsteuer hat die deutsche Tourismuswirtschaft Gäste, Einnahmen und Deutschland letztlich auch Arbeitsplätze gekostet. Entsprechend wächst der Widerstand gegen die Steuer: Eine Petition gegen die Luftverkehrsteuer erreichte binnen weniger Wochen 135.000 Unterschriften. Zudem hat der Bundesrat ein klares Signal gesetzt und die schnelle Abschaffung der Luftverkehrsteuer gefordert. Diesen Voten muss die Regierung nun endlich nachkommen!

Deshalb fordert die Tourismuswirtschaft die schnellstmögliche Abschaffung der Luftverkehrsteuer!

 

Mehr Infos finden Sie auf folgenden Seiten:

Die Ergebnisse der 2. Evaluierung der Luftverkehrswirtschaft (November 2013) finden Sie hier...

Die Ergebnisse der 1. Evaluierung durch die Luftverkehrswirtschaft (April 2012) finden Sie hier...

Bericht der Bundesregierung an den Deutschen Bundestag über die Auswirkungen der Einführung des Luftverkehrsteuergesetzes...…