Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) e.V.
Am Weidendamm 1 A
10117 Berlin
Fon +49 (0)30 726254-0
Fax +49 (0)30 726254-44
info@​btw.de
www.btw.de

FAKT IST: Im harten internationalen Wettbewerb braucht der deutsche Luftverkehr Nachtflugmöglichkeiten und ausreichende Flughafenkapazitäten.

Die Zahl der Reisenden von und nach Deutschland wächst seit Jahren. Allein an den deutschen Flughäfen starten und landen jährlich mehr als 200 Millionen Passagiere – Tendenz steigend. Um die Erfolgsgeschichte des deutschen Tourismus weiter schreiben zu können, sind Flughäfen vonnöten, die mit ihren Aufgaben wachsen und im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig sind. Systemrelevante Netzwerke und Drehkreuze müssen auch unter dem Aspekt der Daseinsvorsorge abgesichert werden. Insofern ist es äußerst kontraproduktiv, dass Nachtflüge und der Ausbau von Flughäfen in Deutschland zunehmend in Frage gestellt werden. Im Luftverkehrsbereich leidet die Infrastruktur nicht an fehlenden Geldern. Durch die Nutzerfinanzierung, das heißt die Eigenfinanzierung des Luftverkehrs über Gebühren statt über Steuergelder, verfügt Deutschland über eine der modernsten Flughafeninfrastrukturen. Die Infrastruktur leidet jedoch zunehmend darunter, dass dem wachsenden Kapazitätsbedarf des Luftverkehrs seitens Politik und Öffentlichkeit nicht ausreichend Rechnung getragen wird. Entscheidungen von Politik und Bürgern gegen zusätzliche Kapazitäten, wie z.B. neue Landebahnen, sind Entscheidungen gegen Arbeitsplätze, Wertschöpfung und eine touristische Infrastruktur, die den Ansprüchen der deutschen Urlaubs- und Geschäftsreisenden gerecht wird.

Auch die Tendenz, Nachtflüge oder sogar Flüge in den sogenannten Randzeiten immer stärker in Frage zu stellen, schadet dem Luftverkehrs- und Tourismusstandort Deutschland. Wir leben in einer globalen Welt und die großen deutschen Flughäfen arbeiten im Rahmen weltweiter Verkehrsströme. Das erfordert eine flexible Infrastruktur und flexible Betriebszeiten. Unter den zehn größten Flughäfen weltweit ist Frankfurt der einzige, der aufgrund eines Nachtflugverbots nachts zwangsweise stillsteht. Interkontinentale Umsteigeverkehre können zeitlich nicht beliebig verändert werden. Wenn deutsche Flughäfen nachts lahmgelegt werden, werden also internationale Tourismusströme künstlich umgelenkt. Wettbewerber in London, Paris, Dubai und Istanbul stehen parat. Den berechtigten Interessen von Anwohnern muss die Notwendigkeit einer funktionierenden Flughafenlandschaft in Deutschland „rund um die Uhr“ im Sinne des gesamtstaatlichen Interesses entgegengesetzt werden. In einer immer globaler werdenden Welt, darf Deutschland nicht den Anschluss verschlafen, damit auch unsere Kinder in einer wohlstandsgeprägten Umgebung aufwachsen können, wie wir sie kennen.

 

Deshalb braucht Deutschland eine bedarfsgerechte Luftverkehrs-Infrastruktur und bedarfsgerechte Betriebszeiten, um im internationalen Wettbewerb nicht den Kürzeren zu ziehen!


Mehr Infos finden Sie auf folgenden Seiten: