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FAKT IST: Durch den Single European Sky könnten Flugstrecken verkürzt und auf diesem Wege u.a. CO2-Emissionen deutlich verringert werden.

Militärische Sperrgebiete und Flugrouten, die rein auf nationale Interessen zugeschnitten sind, führen derzeit über Europa zu durchschnittlichen Umwegen von 42 Kilometern pro Flug. Der seit vielen Jahren geplante und bisher nur zögerlich umgesetzte Single European Sky (SES) ist aus Sicht der Tourismuswirtschaft eine wichtige Stellschraube im Hinblick auf mehr Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit. Kürzere Flugrouten, ein reduzierter CO2-Ausstoß durch Treibstoffersparnisse und rund 5 Milliarden Euro weniger Kosten pro Jahr wären möglich.

Doch obwohl der Einheitliche Europäische Luftraum schon seit vielen Jahren auf der Agenda steht, sind noch immer nicht alle funktionalen Luftraumblöcke (FAB), die als Grundlage des SES fungieren, eingerichtet. Der Luftraumblock über Zentraleuropa, der neben Deutschland und Frankreich auch die Schweiz sowie die Benelux-Staaten umfasst, ist zwar Anfang Juni 2013 endlich in Kraft getreten. Aber ein stärkeres Miteinander statt Gegeneinander der nationalen Flugsicherungen ist weiterhin dringend geboten. EU-Kommission und -Parlament kritisieren seit langem, dass der Zusatznutzen der FABs nicht ausgeschöpft wird. Mit dem Single Europan Sky II+ Paket soll die Realisierung des SES nun weiter vorangetrieben werden. Dabei ist die EU aber auf mehr Kooperation und weniger nationale Hinhaltestrategien angewiesen.

Deshalb muss das Projekt Single European Sky von den EU-Staaten künftig mit mehr Ehrgeiz verfolgt und die Umsetzung dringend forciert und effizienter gestaltet werden!