Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) e.V.
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Die aktuelle Situation und die dramatischen Folgen für die Tourismusbranche

Die am 28. Oktober beschlossenen und nun noch einmal bis 20. Dezember verlängerten Maßnahmen des "Lockdown Light" und damit das Stilllegen der kompletten Freizeitwirtschaft in Deutschland trifft die Tourismusbranche einmal mehr ins Mark. Die weitgehende Schließung von Gastronomie und Freizeitparks, das Verbot von Veranstaltungen und touristischen Hotelübernachtungen und das generelle Abraten von Reisen und Ausflügen ist eine weitere schwere Last, die die Tourismuswirtschaft in dieser Pandemie zu tragen hat. Die finanzielle Unterstützung, die die Politik für die Wochen des Stillstands beschlossen hat, ist begrüßenswert. Sie wird für das Überleben vieler Betriebe unerlässlich sein. Eine Dauerlösung kann aber auch das nicht sein, insbesondere weil nach wie vor die für die Unternehmen so wichtige verlässliche Perspektive und Planbarkeit fehlen.

Ob die beschlossenen Beschränkungen und Verbote die erhoffte Wirkung zeigen oder nicht, ist weiterhin offen. Die Zweifel daran sind auch über unsere Branche hinaus vorhanden. Für die Unternehmen der Tourismuswirtschaft ist es von existentieller Bedeutung, dass eine realistische Analyse vorgenommen wird, wo Infektionsgefahren liegen und wo nicht. Letztlich muss es darum gehen, Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen, die auf die tatsächlichen Infektionsherde und Infektionsketten zielen.

Zudem fordern wir die verantwortlichen Politiker auf, endlich Lösungen zu erarbeiten, die mit und trotz Corona dauerhaft ein Maximum an öffentlichem Leben und Freizeit garantieren. Wir müssen eine neue Balance zwischen gesundheitlicher Prävention und volkswirtschaftlicher Prosperität finden. Denn bei aller Hoffnung auf das baldige Vorliegen eines Impfstoffs ist abzusehen, dass wir noch viele Monate mit diesem Virus leben müssen. Wir stehen bereit, Maßnahmen, die diese persönlichen und unternehmerischen Freiheiten garantieren, mitzuerarbeiten, ein- und umzusetzen. Denn klar ist: Unsere Unternehmer wollen arbeiten und nicht am Tropf der Staatskasse hängen.

November-Hilfe kann ab sofort beantragt werden

Tourismuswirtschaft begrüßt verlängerte Hilfen , es bleibt jedoch Nachbesserungsbedarf

Die Verlängerung der Überbrückungshilfe der Bundesregierung, von Kurzarbeitergeld sowie der Aussetzung des Überschuldungstatbestandes war ein wichtiger Schritt, um ein Massensterben kleiner und mittelständischer Betriebe und den Verlust zahlloser Arbeitsplätze zu verhindern. Dennoch bleibt weiterer Nachbesserungs- und Handlungsbedarf.

Auf den folgenden Seiten finden Sie weitere Informationen rund um das Thema Coronavirus, seine Auswirkungen auf den Tourismus und die von der Politik zur Verfügung gestellten Hilfen für Unternehmen.