Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) e.V.
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Wichtige Hilfsmaßnahmen für Unternehmen

Die Politik in Bund und Ländern stellt den von der Coronakrise betroffenen Unternehmen eine Reihe von wichtigen Hilfsprogrammen zur Verfügung. Zentrale Bausteine auf Bundesebene sind neben der Kurzarbeit die Corona-Überbrückungshilfe mit finanziellen Direkthilfen für kleine und mittlere Unternehmen, der Wirtschaftsstabilisierungsfonds sowie die KFW-Kreditangebote mit einer bis zu 100-prozentigen Haftungsgarantie durch den Bund. Die Hilfsmaßnahmen Überbrückungshilfe, Kurzarbeit und Aussetzung des Überschuldungstatbestands wurden zwischenzeitlich verlängert.

Hinzu kommt neu die so genannte "November- und Dezemberhilfe" als Entschädigung für die vom aktuellen Lockdown betroffenen Betriebe.

Auf folgenden speziellen Seiten zur Coronakrise der Bundesministerien für Wirtschaft, Arbeit und Finanzen sowie der Bundesagentur für Arbeit finden Sie insbesondere zu den Angeboten des Bundes umfangreiche Informationen:

Erleichtertes Kurzarbeitergeld gilt bis Ende 2021

Ein Großteil der Unternehmen der Tourismuswirtschaft nutzt in der Corona-Krise das Instrument der Kurzarbeit. Sie hat dazu beigetragen, dass Entlassungen im großen Umfang trotz der dramatischen Lage bislang vermieden werden konnten. Mit dem Gesetz zur Beschäftigungssicherung infolge der COVID-19-Pandemie vom 3. Dezember 2020 hat die Politik beschlossen, die Sonderregelungen zum Kurzarbeitergeld im Wesentlichen bis Ende des Jahres 2021 zu verlängern.

Dennoch bleiben auch hier Nachbesserungen erforderlich: So müssen auch über den 30. Juni hinaus - anders als bislang geplant - die Sozialversicherungsbeiträge zu 100 Prozent seitens des Staats übernommen werden. Denn die Krise wird für die Tourismuswirtschaft am 1. Juli nicht zu Ende sein.

Mehr Informationen rund um die Kurzarbeit finden Sie hier...

November- und Dezemberhilfe: Anträge noch bis 30. April möglich

Die außerordentlichen Wirtschaftshilfen für die Monate November und Dezember 2020 - besser bekannt als "November- und Dezemberhilfe" - bieten eine weitere Unterstützung zumindest für einen Teil der Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die vom zweiten Lockdown in diesen Monaten besonders betroffen waren. Nach langer Wartezeit können seit Ende Februar auch Unternehmen mit hohem Finanzbedarf, d.h. Beträgen von über zwei Millionen Euro, Wirtschaftshilfen im Rahmen der November- und Dezemberhilfe beantragen. Dabei können die Unternehmen wählen, auf welchen Beihilferahmen sie ihren Antrag stützen, um die bestehenden Förderspielräume bestmöglich für ihre jeweilige unternehmerische Situation zu nutzen.

Anträge sind noch bis Ende April möglich, danach nur noch Änderungsanträge bis zum 30. Juni 2021.

Hier können die November-  und Dezemberhilfe beantragt werden...

Umfangreiche Informationen rund um die November- und Dezemberhilfe, zur Antragsberechtigung und zum Antragsverfahren finden Sie hier......

Informationen des BMWi zu den großvolumigen Anträgen von über 2 Millionen Euro finden Sie hier...

Co­ro­na-Über­brückungs­hil­fe des Bun­des

Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Pandemie einstellen oder stark einschränken mussten, unterstützt der Bund im Zuge der so genannten "Überbrückungshilfe" mit direkten Zuschüssen zu den betrieblichen Fixkosten. Mittlerweile läuft die 3. Phase der Überbrückungshilfe von Januar bis Juni 2021. Anträge für die Überbrückungshilfe III können bis Ende August gestellt werden. Zwischenzeitlich wurde die Hilfe auch auf Druck der Tourismuswirtschaft noch einmal überarbeitet, verbessert und um einen neuen Eigenkapitalzuschuss zur Substanzstärkung ergänzt. Die FAQ zur Überbrückungshilfe wurden entsprechend ergänzt, die geänderten Passagen sind darin gelb markiert.

Die Änderungen beziehen sich unter anderem auf die Erhöhung des Fördersatzes in Monaten mit mindestens 70 Prozent Umsatzrückgang auf bis zu 100 Prozent (zuvor bis zu 90 Prozent), den neuen Eigenkapitalzuschuss und die Ermöglichung alternativer Vergleichszeiträume im Jahr 2019 für Unternehmen mit

Die Vorgaben des europäischen Beihilferechts für die gesamte Förderung der Überbrückungshilfe III (d. h. auch inkl. des Eigenkapitalzuschusses) gelten unverändert. Sofern also z.B. die Bundesregelung Fixkostenhilfe zugrunde liegt, darf die Förderung 70 Prozent bzw. 90 Prozent der insgesamt nachgewiesenen ungedeckten Fixkosten (inkl. Eigenkapitalzuschuss) nicht überschreiten (siehe u.a. S.7 der FAQ).

Neuanträge auf Überbrückungshilfe III einschließlich des Eigenkapitalzuschusses können laut Informationen des Bundeswirtschaftsministeriums ab Dienstag, 20. April, gestellt werden.Voraussichtlich Ende April können dann laut BMWi bei bereits bestehenden Anträgen Änderungsanträge auf Eigenkapitalzuschuss gestellt werden.

Beantragt wird die Überbrückungshilfe weiterhin über einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer über die Antragsplattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.

Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) für größere Unternehmen

Für größere Unternehmen sind Anträge über den Wirtschaftsstabilisierungsfonds möglich. Er richtet sich an Betriebe, die in die in den letzten beiden bilanziell abgeschlossenen Geschäftsjahren vor dem 1. Januar 2020 mindestens zwei der folgenden Bedingungen erfüllten:

  • Bilanzsumme von mehr als 43 Millionen Euro
  • Umsatz von mehr als 50 Millionen Euro
  • Mehr als 249 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt

Wählen kann man aus folgenden Unterstützungsmaßnahmen (kombinierte Anwendung möglich):

  • Standardprodukt: „Bürgschaft für Bankkredite“
  • Standardprodukt: „Stille Beteiligung bis 100 Mio. Euro“
  • Individuelle Strukturierung (bei Finanzbedarf von über 100 Mio. Euro)

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ist Ansprechpartner für die Unternehmen und zuständig für die Prüfung der Anträge.

Weitere Informationen zu Prozedere und Bedingungen des WSF finden Sie hier…

KfW-Kredite

Unternehmen, Selbstständige oder Freiberufler können, um ihre Liquidität zu verbessern und laufende Kosten zu decken, einen KfW-Kredit erhalten. Den Kredit beantragen Sie bei Ihrer Bank oder Sparkasse.

Der erste Schritt: Starten Sie den KfW-Förderassistenten, finden Sie den passenden KfW-Kredit und erfassen Sie alle Angaben für Ihren Kreditantrag. Damit sind Sie richtig gut auf das wichtige Bankgespräch vorbereitet.

Mehr Informationen zu den KfW-Krediten finden Sie hier...

Hilfen für Unternehmen