Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) e.V.
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Die aktuelle Situation und die dramatischen Folgen für die Tourismusbranche

Auch wenn in Deutschland langsam wieder erste touristische Aktivititäten wie Restaurantbesuche oder Hotelübernachtungen ermöglicht werden, trifft die Coronakrise die Tourismuswirtschaft weiterhin ins Mark. Die  =>weltweite Reisewarnung für Touristen des Auswärtigen Amts gilt bis 14. Juni, danach soll die Reisewarnung immerhin für 29 europäische Staaten in differenzierte Reisehinweise überführt werden. Darüber hinaus gilt weiter ein Einreiseverbot für Nicht-EU-Bürger in die EU-Staaten. Messen und Veranstaltungen in Deutschland sind weitestgehend untersagt.

Die Tourismusbranche ist so betroffen wie kaum eine andere Branche. Die Umsätze gehen in weiten Teilen der Branche weiter gegen Null, während die Betriebskosten größtenteils weiterlaufen. Auch das langsame Wiederhochfahren erster Branchenteile unterliegt strengen Auflagen, die "normale" Geschäfte nach wie vor bei Weitem nicht ermöglichen.

Unsere Branche hat viele Krisen gemeistert, aber wir sehen uns hier mit einer Krise unbekannten Ausmaßes konfrontiert, in der wir schnellstmöglich Hilfe benötigen. Gesundheit hat Top-Priorität, daran besteht kein Zweifel. Aber der Politik muss auch daran gelegen sein, die Folgen der notwendigen Maßnahmen auf die Wirtschaft so weit wie möglich abzupuffern. Alleine schafft die Branche, schaffen es unsere Unternehmerinnen und Unternehmen in dieser sich immer weiter zuspitzenden Extremsituation nicht.

Aufgrund der immensen Auswirkungen fordert der BTW staatliche Hilfe, um die Branche und ihre 3 Millionen Mitarbeiter und mehreren Hunderttausend meist mittelständischen Unternehmen zu stützen. Eine aktuelle Studie von IW consult im Auftrag des BTW zeigt deutlich die massiven Auswirkungen und den Handlungsbedarf. Direkte Beihilfen in Form eines Rettungsfonds für unsere Branche sind unerlässlich.

Wichtige Hilfsmaßnahmen für Unternehmen

Die Politik in Bund und Ländern hat bereits eine Reihe begrüßenswerter Maßnahmen unter anderem in Sachen Kurzarbeit und fiskalischer Art auf den Weg gebracht. So stehen u.a. Direkthilfen für Kleinstunternehmen bereit und ein "Schnellkreditprogramm" für den Mittelstand ab 10 Mitarbeitern mit einer 100-prozentigen Haftungsgarantie durch den Bund wurde beschlossen. Zudem hat das Corona-Kabinett die sogenannte "Gutscheinlösung" für Reiseveranstalter und Airlines auf den Weg gebracht; hier muss allerdings noch Überzeugungsarbeit gegenüber der EU geleistet werden, geltendes EU-Recht zu lockern. In vielen Bundesländern wurden zudem Sonderprogramme für von der Coronakriese betroffene Unternehmen aufgelegt. Auch wenn diese Maßnahmen für die Situation im Tourismus noch nicht ausreichen, sind sie auf jeden Fall begrüßenswert.

Auf folgenden speziellen Seiten zur Coronakrise der Bundesministerien für Wirtschaft, Arbeit und Finanzen sowie der Bundesagentur für Arbeit finden Sie hierzu Informationen:

Sicherheit und Gesundheit der Gäste haben höchste Priorität

Sicherheit und Gesundheit ihrer Gäste haben für die Tourismusbranche traditionell höchste Priorität. Um die Freiheit des Reisens auch in Zukunft sicherzustellen, muss derzeit oberstes Ziel im Interesse der Menschen und Unternehmen die schnelle Eindämmung des Coronavirus sein.

Die Tourismusbranche beobachtet die Entwicklungen und insbesondere die Empfehlungen und Entscheidungen u.a. der Weltgesundheitsorganisation WHO, von Robert Koch-Institut und Auswärtigem Amt zu diesem Thema genau.

Die verschiedenen Branchensegmente haben zudem umfangreiche Hygienekonzepte zum Wiederhochfahren der touristischen Dienstleistungen erarbeitet, um größtmöglichen Infektionsschutz in den Betrieben und Verkehrsmitteln zu ermöglichen.

Informationen des Robert Koch-Instituts zum Corona-Virus

Aktuelle Infos des Auswärtigen Amts

Informationen der Weltgesundheitsorganisation WHO zum Corona-Virus

FAQ der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung zum Corona-Virus

Auswärtiges Amt

 

Karte zur Verbreitung des Coronavirus

Die Zahl der bekannten Infektionen ändert sich ständig. Forscher der US-amerikanischen John-Hopkins-Universität haben eine Online-Karte veröffentlicht, die recht zeitnah die aktuelle Verbreitung des Coronavirus nach Ländern zeigt. Ergänzt wird sie um Statistiken wie z.B. der Anzahl der wieder genesenen Patienten.

Aktuelle Informationen des BTW rund ums Thema Coronavirus

Tourismuswirtschaft begrüßt Abkehr von genereller Reisewarnung

Entscheidung eröffnet Perspektiven für viele hart getroffene Unternehmen

Pressemitteilung vom 3. Juni 2020 - Zum heutigen Beschluss der Bundesregierung, die Reisewarnung für die EU und assoziierte Staaten in Europa aufzuheben und in differenzierte Reisehinweise umzuwandeln erklärt BTW-Generalsekretär Michael Rabe: „Die heutige... weiter...

Verbraucherschützer und Reisewirtschaft fordern Fonds zur Absicherung der Kundengeldrückerstattung

Erstattungsforderungen der Kunden belaufen sich auf 6 Milliarden Euro / Freiwillige Gutscheinlösung muss zwingend durch Fonds ergänzt werden

Pressemitteilung vom 2. Juni 2020 - In einem gemeinsamen Schreiben fordern Verbände der Reise- und Tourismuswirtschaft und Verbraucherschützer  Wirtschaftsminister Peter Altmaier, Justizministerin Christine Lambrecht, und Finanzminister Olaf Scholz auf, einen Kreditfonds für die... weiter...

1,2 Millionen Arbeitsplätze in der Tourismuswirtschaft sind akut gefährdet: Schnelle und unbürokratische Beihilfen notwendig

Pressemitteilung vom 27. Mai 2020 – Im Vorfeld der heutigen Sitzung des Tourismusausschusses des Deutschen Bundestages fordert der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) von den Parteien endlich konkrete Unterstützung für die Tourismuswirtschaft... weiter...

IW-Studie: Wohlstandsverlust durch Massenarbeitslosigkeit in der Tourismuswirtschaft verhindern

Pressemitteilung vom 18. Mai 2020 – Im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft hat das Institut der Deutschen Wirtschaft (IWConsult) einen konkreten Vorschlag für einen Rettungsfonds für die deutsche Tourismuswirtschaft erarbeitet, um... weiter...

Tourismuswirtschaft fordert Gipfel im Bundeskanzleramt

Pressemitteilung vom 13. Mai 2020 - Wenn nicht schnell Hilfe kommt, ist die Tourismuswirtschaft am Ende. Die Branche sendet deshalb SOS-Signale an die Politik. Reisebüros, Reiseveranstalter, Fluggesellschaften und Busunternehmen, Hotels, Restaurants und weitere... weiter...

Mehrwertsteuersenkung in der Gastronomie: Wichtiges und richtiges Signal - Weitere Hilfen für stillstehende Tourismuswirtschaft bleiben unerlässlich

Pressemitteilung vom 23. April 2020 - Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft begrüßt die Entscheidung der Großen Koalition aus der vergangenen Nacht, die Mehrwertsteuer in der Gastronomie ab Juli für ein Jahr von 19 auf 7 Prozent zu senken. "Die 7... weiter...

Schäuble-Vorstoß zum Thema Sommerferien: Tourismuswirtschaft kritisiert 'Vorschlag zur Unzeit"

Pressemitteilung vom 17. April 2020 - Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft kritisiert den Vorschlag von Wolfgang Schäuble, die Sommerferien zu verkürzen und lehnt diesen aufs Deutlichste ab. BTW-Generalsekretär Michael Rabe erklärt dazu. „Unternehmen wie Bürger brauchen Verlässlichkeit und Planbarkeit, statt weiterer Verunsicherung durch eine völlig unnötige und unverantwortliche Diskussion, die der Bundestagspräsident heraufbeschwört! Wir... weiter...

Nachbesserung an Coronahilfe-Notpaket gefordert

29 Tourismus-Branchenverbände und Unternehmen wenden sich in gemeinsamer Initiative an Bundeskanzlerin

Pressemitteilung vom 26. März 2020 – Die Deutsche Tourismuswirtschaft hat sich in Zusammenhang mit dem am gestrigen Mittwoch verabschiedeten Corona-Nothilfeprogramm mit einem energischen Appell an die Bundeskanzlerin sowie ... weiter ...

Coronaviruskrise: Tourismuswirtschaft fordert erweiterten Rettungsschirm

Branchenpräsident Frenzel: Am stärksten betroffene Branche braucht hundertprozentige Haftungsgarantie und direkte Beihilfen

Pressemitteilung vom 13. März 2020 – Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) begrüßt das heute beschlossene fiskalische Maßnahmenpaket der Bundesregierung als wichtigen Schritt zur Linderung der wirtschaftlichen Folgen der Coronaviruskrise. „Nichtsdestotrotz brauchen die Unternehmen der Tourismusbranche unverzüglich einen erweiterten staatlichen Rettungsschirm, um ... weiter...

Coronavirus-Krisenpaket: Wichtige erste Maßnahmen auch für die Tourismuswirtschaft - Weitere Schritte müssen folgen

Pressemitteilung vom 9. März 2020 - Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft begrüßt die schnelle Erstreaktion der Bundesregierung zur Unterstützung von Betrieben, die durch das Coronavirus unter Druck geraten als Schritt in die richtige Richtung. „Die avisierten Verbesserungen beim ... weiter...

Coronavirus-Krise: Tourismuswirtschaft muss Teil eines Konjunkturprogramms werden

Pressemitteilung vom 3. März 2020 - Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft beobachtet die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland und auf der ganzen Welt mit großer Sorge: „Sicherheit und Gesundheit ihrer Gäste haben für die Branche traditionell oberste Priorität. Um die Freiheit des Reisens ... weiter ...

BTW zur Entscheidung zur Absage der ITB

Pressemitteilung vom 28. Februar 2020 - Zur Absage der ITB Berlin erklärt Dr. Michael Frenzel, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft:„Angesichts der aktuellen Lage und Ausbreitung des Coronavirus ist die Absage der ITB eine schmerzliche aber auch die einzig ... weiter...

Informationen unserer Mitglieds- und Partnerorganisationen

Zahlreiche unserer Mitgliedsfachverbände und Partnerorganisationen haben auf ihren Websites ebenfalls hilfreiche Informationen rund um das Thema Coronavirus veröffentlicht. Sie finden dort - teils sektorspezifische, teils übergreifende - Merkblätter, Hinweise zu bereits bestehenden Hilfsmaßnahmen für die Betriebe, Forderungen an die Politik, Informationen über coronabedingte Angebotskürzungen bzw. -streichungen und vieles mehr. Eine Auswahl haben wir Ihnen im Folgenden verlinkt.

Zahlen und Fakten

Umfrageergebnisse zeigen massive Auswirkungen auf die Tourismuswirtschaft

Der konkrete Schaden, den die Coronakrise für die Tourismuswirtschaft haben wird, lässt sich bislang seriöserweise nicht beziffern, da die Dauer und weitere Entwicklung der Krise nach wie vor offen sind. Einige erste exemplarisch ausgewählte Umfrageergebnisse aus verschiedenen Branchenteilen verdeutlichen jedoch, wie massiv und existenziell die Auswirkungen auf die Tourismuswirtschaft sind. Die Betriebe unserer Branche waren von den Maßnahmen im Kampf gegen das Virus bereits früh betroffen und werden voraussichtlich mit die letzten sein, die aus der Krise herauskommen - auch wenn nun Anfang Mai erste Lockerungen im Deutschlandtourismus angekündigt wurden.

DEHOGA: mehr als drei Viertel der Betriebe erzielen in den ersten Tagen nach dem Neustart nur maximal die Hälfte der sonst üblichen Umsätze (26. Mai 2020)

ADV: Flughäfen verlieren in Coronakrise jeden Monat eine halbe Milliarde Umsatz (07. Mai 2020)

EVVC: Corona-Pandemie trifft alle Bereiche der Veranstaltungswirtschaft - Studie prognostiziert durchschnittlichen Umsatzverlust für 2020 im sechsstelligen Bereich pro Betrie (06. Mai 2020)

DEHOGA: Corona-Schock im Gastgewerbe: Massiver Anstieg der Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit für mehr als 1 Million Mitarbeiter angezeigt (30. April 2020)

DRV-Umfrage unter Reiseveranstaltern und -büros: Mehrheit der Unternehmen sieht sich massiv von Insolvenz bedroht (26. April 2020)

DEHOGA-Zahlen: 10 Milliarden Euro Umsatzaufall bis Ende April - Rund 70.000 Gastronomie- und Hotelleriebetriebe vor der Insolvenz (20. April 2020)

DIHK-Umfrage: 40 Prozent der Betriebe in Gast- und Reisegewerbe von Insolvenz bedroht (3. April 2020)

4,8 Milliarden Euro Umsatzausfall bei Reiseveranstaltern und Reisebüro (19. März 2020)

DEHOGA-Blitzumfrage zu den Coronavirus-Folgen - Mehr als drei Viertel der teilnehmenden 10.000 Hotels, Restaurants und Caterer beklagen Umsatzeinbußen (4. März 2020)

Umfrage des Busreiseverbands RDA zu Schäden durch das Coronavirus: Die Ausbreitung des Coronavirus in Europa belastet die Bus- und Gruppentouristik in besonderem Maße (3. März 2020)

DRV-Umfrageergebnissen zu den Coronavirus-Folgen: Buchungszurückhaltung stellt Veranstalter und Reisebüros vor große wirtschaftliche Probleme (9. März 2020)