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YouGov-Umfrage: Deutsche setzen beim Reisen auf kleinere Nachhaltigkeitsmaßnahmen statt auf grundlegende Alternativen

Eine YouGov-Erhebung unter mehr als 20.000 Personen in Deutschland belegt, dass sich das Verständnis von nachhaltigem Reisen ein Stück weit verändert. 

Die auffälligste Entwicklung ist die gestiegene Zahlungsbereitschaft für nachhaltige Angebote. Der Anteil der Reisenden, die für umweltfreundliche Verkehrsmittel oder nachhaltige Angebote am Reiseziel mehr Geld ausgeben würden, legte von Herbst 2024 bis Herbst 2025 um 7 Prozentpunkte auf 31 Prozent zu. Gleichzeitig verlieren Maßnahmen, die auf Verzicht basieren, leicht an Zustimmung. So sank sowohl der bewusste Verzicht auf Flugreisen zur Verringerung des CO₂-Ausstoßes als auch jener auf Kreuzfahrten leicht. Dies spricht dafür, dass Nachhaltigkeit für viele Reisende zwar wichtig bleibt, aber nicht zwingend mit dem Verzicht auf bestimmte Reiseformen verbunden wird.

Besonders hohe Zustimmungswerte erreichen Maßnahmen, die Reisende direkt am Urlaubsort umsetzen können. So nehmen z.B. 68 Prozent der Befragten nicht mehr jeden Tag frische Bettwäsche und Handtücher im Hotel in Anspruch. Auch gab eine Mehrheit der Befragten an, lokale Produkte zu kaufen, um das Klima zu schonen sowie am Reiseziel bewusst Restaurants, Unterkünfte oder Shops zu besuchen, die von Einheimischen betrieben werden. Mit einem Anstieg von 25 auf 28 Prozent gewinnen auch Nachhaltigkeitslabels und Zertifizierungen bei Unterkünften als Orientierungshilfen für nachhaltige Reiseentscheidungen weiter an Bedeutung. Die Bereitschaft zur freiwilligen CO₂-Kompensation bei einer Klimaschutzorganisation bleibt gering, stieg aber leicht von acht auf zehn Prozent. 

Die Ergebnisse zeigen dabei deutliche soziodemographische Unterschiede: Junge Reisende, Frauen und Menschen aus höheren sozialen Schichten achten besonders häufig auf Nachhaltigkeitsaspekte.

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