Die neue Tourismusstrategie der Bundesregierung liegt vor. Sie wurde heute vom Bundeskabinett verabschiedet. „Als Dachverband der Tourismuswirtschaft begrüßen wir den klaren wirtschaftspolitischen Fokus der Strategie. Das ist ein wichtiges Signal für die Branche in aktuell nicht immer einfachem Fahrwasser. Die Themen und Maßnahmen, die wir als BTW gefordert haben, um den Tourismusstandort einerseits und die Tourismusbranche als Arbeitgeber und wichtige Wirtschaftskraft anderseits zu stärken, finden sich in diesem Papier wieder“, kommentiert der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft Sören Hartmann. „Nicht minder wichtig: Die Bundesregierung betont schwarz auf weiß ihre Wertschätzung gegenüber unserer Branche und deren gesellschaftlichen wie volkswirtschaftlichen Wert.“
Bundesregierung setzt wichtige wirtschaftspolitische Impulse
Unter anderem Arbeitszeitflexibilisierung, Bürokratieabbau, Visaturbo und die Stärkung des Mobilitätsstandorts können für die Tourismuswirtschaft, deren Mitarbeiter und Gäste viel bewegen. Gleiches gilt für das klare Bekenntnis zur Pauschalreise und das Ziel, die Novelle der EU-Pauschalreise bei ihrer Umsetzung in nationales Recht nicht weiter zu verschärfen. „Diese und weitere gesetzte Themen zeigen zudem, dass die Strategie die Branche in ihrer gesamten Breite sieht und berücksichtigt“, so der BTW-Präsident. „Das ist für uns als Dachverband dieser vielfältigen Tourismuswirtschaft essenziell.“
Viele der nun gebündelt vorgelegten Maßnahmen gehören zu den zentralen Forderungen des BTW: Hartmann: „Bürokratieabbau ist überfällig. Gerade die vielen kleinen Betriebe ersticken in der Zettelwirtschaft. Bürokratie tatsächlich konsequent zu reduzieren, wäre ein echter Entlastungsboost für die Betriebe in allen Segmenten der Tourismusbranche. Das Umdenken von einer täglichen auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit berücksichtigt sowohl den Alltag in unseren Betrieben als auch Wünsche von Mitarbeitenden nach mehr Flexibilität. Ein Visaturbo u.a. für Arbeitskräfte steht schon lange auf der BTW-Agenda. Auch dieser könnte nun endlich Realität werden, wenn die angestrebten rein digitalen Prozesse und maximal acht Wochen Bearbeitungsdauer tatsächlich umgesetzt werden.“ Die Bundesregierung will zudem den Mobilitätsstandort Deutschland wettbewerbsfähiger machen, indem sie investiert, Straßen und Schiene modernisiert, den Luftverkehr weiter entlastet und die Konnektivität wieder verbessert. „Ohne Mobilität ist Tourismus unmöglich. Insofern sind wir darauf angewiesen, dass Touristen wie Geschäftsreisende ausreichend moderne und möglichst intermodale Mobilitätsangebote auf Topniveau vorfinden“ so Hartmann weiter. „Auch in dieser Frage bietet die Strategie viel Potenzial, das es nun umzusetzen gilt.“
Wichtige Branchenthemen finden sich in zentralen Handlungsfeldern der Strategie wieder
Der BTW hatte im vergangenen Jahr in engem Schulterschluss mit seinen Mitgliedern ein Positionspapier zur geplanten Tourismusstrategie erarbeitet und in den vom Koordinator der Bundesregierung für Tourismus Dr. Christoph Ploß gesteuerten Prozess mit eingebracht. „Wir freuen uns sehr, dass die Bundesregierung unsere Schwerpunktthemen ebenfalls für so wichtig erachtet, dass sie diese in zentrale Handlungsfelder der Strategie mit aufgenommen hat“, so Hartmann.
Nicht alle politischen Vorhaben sind neu, sondern folgen auch den Inhalten des Koalitionsvertrags. Aus Sicht des BTW ist dies ein konsequenter Weg. „Es ist gut, dass die Bundesregierung ihre zentralen Weichenstellungen für den Tourismus ressortübergreifend bündelt und prominent wiederholt. Mit der Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie und ersten beschlossenen Entlastungen für den Luftverkehrsstandort hat die Politik bereits Verlässlichkeit gezeigt. In der Strategie finden sich aber auch weitere wichtige Themen, die über die Inhalte des Koalitionsvertrag hinausgehen, wie z.B. die konkreten Pläne in Sachen Visaverfahren. Auch das begrüßen wir sehr.
Die neue Tourismusstrategie ist ein Arbeitspapier, das Themen für zahlreiche Bundesministerien umfasst. Nun geht es darum, diese schnell und konsequent anzupacken. Nur so kann die Tourismuswirtschaft ihr volles Potential als Wachstumsmotor und starker Wirtschaftsfaktor für den Standort Deutschland entfalten.“
Hinweis an die Redaktionen: Aktuelle Pressefotos von BTW-Präsident Sören Hartmann sind unter https://www.btw.de/newsroom/mediathek zu finden.
Über den BTW: Der BTW ist der Dachverband der deutschen Tourismuswirtschaft in Deutschland. Als zentrale Interessenvertretung dieser vielfältigen und starken Branche setzt er sich für die Rahmenbedingungen ein, die den Tourismus als bedeutenden Wirtschaftsfaktor sichern. Die Tourismuswirtschaft steht insgesamt für rund 3,7 Prozent der Bruttowertschöpfung in Deutschland und ist mit rund 2,7 Millionen Beschäftigten einer der stärksten Arbeitgeber in Deutschland. Der BTW wird von zahlreichen Fachverbänden und Unternehmen aus den unterschiedlichen Bereichen der Wertschöpfungskette Tourismus getragen und bündelt so als größtes Tourismusnetzwerk in Deutschland über 65.000 Akteure.