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Der Arbeits- und Fachkräftemangel ist für die Dienstleistungsbranche Tourismus derzeit eins der drängendsten Probleme. Demografischer Wandel und das Thema Generationswechsel wurden dadurch verstärkt, dass viele Unternehmen während der Coronakrise Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verloren haben. Viele sind in andere Branchen gewechselt, als die Tourismusbetriebe schließen mussten. Als dann 2022 wieder alles lief, gab es personelle Lücken, die Stück für Stück wieder gefüllt wurden und weiter gefüllt werden.

Aber die Gründe für Personalmangel sind noch vielfältiger. Auch der zunehmende Wunsch nach mehr Work-Life-Balance u.a. durch kürzere und flexiblere Arbeitszeiten gehört dazu. Die Branche ist deshalb gefordert, sich als Arbeitgeber noch attraktiver aufstellen. Gleichzeitig gilt es, mit der Politik gemeinsam Lösungen erarbeiten, um dem Personalmangel zu begegnen. Unter anderem die Reform der Fachkräfteeinwanderung ist dabei ein wichtiger Baustein.

Bundestag und Bundesrat bringen Verbesserungen der Arbeitskräfte-Einwanderung auf den Weg

Bundestag und Bundesrat haben im Juni/Juli 2023 die neuen gesetzlichen Regelungen zur Fachkräfteeinwanderung abgesegnet. Die Regelungen traten gestaffelt in Kraft: Die meisten noch im Jahr 2023, jene zur Erhöhung des Kontingents der Westbalkanregelung und zur Chancenkarte im Jahr 2024.

Die Reform war auch aus Sicht der Tourismuswirtschaft ein wichtiger und überfälligen Schritt in die richtige Richtung. Die bisherige Beschränkung auf „Fachkräfte“ wurde ein Stück weit gelockert, sodass auch darüber hinaus Arbeitskräfte ohne formal anerkannte Qualifikation die Chance zur Einwanderung nach Deutschland erhalten – wenn auch die Regelungen noch zu zaghaft und weiterhin mit Hürden ausgestaltet sind. Positiv ist auch, dass beruflich bereits integrierte und qualifizierte Geflüchtete, die bereits in Deutschland sind, aus dem Asylverfahren in das System der Erwerbsmigration wechseln können.

Wichtig bleibt, dass Ausländerbehörden und insbesondere auch die Visastellen schneller und effizienter arbeiten als bisher. Zum Thema Arbeitsvisa führt der BTW derzeit Gespräche unter anderem mit dem Bundesamt für Auswärtige Angelegenheiten.

Informationen der Bundesregierung zu den Inhalten der Reform finden Sie hier...