Argumente der Luftverkehrs- und Tourismuswirtschaft gegen die Luftverkehrsabgabe
Im Rahmen ihres Sparpakets hat die Deutsche Bundesregierung am 7. Juni 2010 unter anderem die Einführung einer so genannten "ökologischen Luftverkehrsabgabe" angekündigt. Diese Abgabe soll bis zur Einbeziehung des Luftverkehrs in den bereits vereinbarten Emissionshandel für alle Passagiere erhoben werden, die von einem inländischen Flughafen abfliegen. Pro Jahr soll sie eine Milliarde Euro in die Staatskassen spülen.
Die Luftverkehrs- und Tourismuswirtschaft kritisiert die geplante Abgabe, weil sie Mobilität verteuert, gegen ordnungspolitische Grundprinzipien verstößt, ökologisch unbegründet ist und zu Verkehrsverlagerungen ins Ausland führen wird. Diese Position hat BTW-Präsident Klaus Laepple unter anderem in einem Expertengespräch der SPD-Bundestagsfraktion am 15. Juli in Berlin dargestellt.
Negative Erfahrungen in den Niederlanden mit einer ähnlichen Abgabe haben die möglichen drastischen Auswirkungen einer solchen nationalen Insellösung im Übringen bereits aufgezeigt. Die niederländische Politik hat die Abgabe im vergangenen Jahr konsequenterweise wieder ad acta gelegt.
→ Mehr Informationen zum Thema Luftverkehrsabgabe finden Sie hier...
Pressemitteilungen
Bewertung zur Reform der RundfunkgebührenBerlin, 9. Juni 2010 - Die Umstellung auf einen geräteunabhängigen Rundfunkbeitrag ist aus Sicht der Wirtschaft grundsätzlich richtig. Allerdings ist es falsch, neben den Nutzern auch Betriebe in die Beitragspflicht einzubeziehen. Keinesfalls darf es durch das neue Modell zu zusätzlichen Belastungen... [Mehr] |
Sparpaket: Geplante Abgabe für Luftverkehr missachtet KoalitionsvertragBerlin, 7. Juni 2010 - Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft kritisiert die im Sparpaket der Bundesregierung vorgesehene „ökologische Luftverkehrsabgabe" als eine klare Absage an den Koalitionsvertrag. „Unter dem Deckmantel der „ökologischen Neujustierung" soll hier... [Mehr] |
Vulkanasche: Tourismuswirtschaft fordert klare VerhältnisseBerlin, 12. Mai 2010 - Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) fordert die zuständigen europäischen Behörden auf, möglichst umgehend klare Verhältnisse im Bezug auf die Ascheproblematik zu schaffen. Hierzu gehört insbesondere eine Weiterentwicklung europäischer Prozesse mit... [Mehr] |


