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Wirtschaftliche Erholung wird bei steigenden Kosten dringend gebraucht | Politische Rahmenbedingungen dürfen nicht zusätzlich belasten

Berlin, 9. Februar 2024 – 487 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste hat das Statistische Bundesamt im vergangenen Jahr verzeichnet. „Wir freuen uns, dass der Deutschlandtourismus nach der Coronakrise endlich wieder ein fast normales Niveau erreicht hat und blicken optimistisch ins Jahr 2024“, kommentiert der Generalsekretär des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft Sven Liebert das Ergebnis.

Die Zahl der Übernachtungen lag 2023 laut Statistischem Bundesamt insgesamt noch 1,7 Prozent unter dem Wert von 2019. Inländische Gäste übernachteten sogar 0,1 Prozent häufiger als vor der Coronakrise. „Die Zahlen sind vor allem ein großes Kompliment an die Gastgeber in Deutschland, welche mit ihrer Vielfalt und Qualität im Angebot klar punkten. Und Deutschland hat einfach eine Menge zu bieten - Städte, Berge und Meer, Kultur, Events, Messen und vielfältige Kulinarik - und ist so immer eine Reise wert. In diesem Jahr steht mit der Fußball-EM zudem ein besonderes Highlight an, welches zusätzlich Aufwind verleiht.

Trotz aller Freude über die gute Entwicklung, haben wir die Sorge, dass bei den Betrieben zu wenig davon übrigbleibt. Hier kommen auch politische Entscheidungen und Rahmenbedingungen ins Spiel: Wenn innerhalb eines Jahres u.a. die Mehrwertsteuer auf Speisen in Restaurants um zwölf Prozentpunkte steigt, die Luftverkehrsteuer angehoben wird und Investitionen in notwendige Infrastruktur oder auch klimarelevante Produkte wie E-Fuels stagnieren bzw. sogar abgesenkt werden, tangiert das in Summe massiv das Preis-Leistungsverhältnis unserer Angebote und schraubt auch die Kosten für die Betriebe weiter in die Höhe. Wir brauchen ein stärkeres politisches Verständnis dafür, dass Urlaub und Geschäftsreisen immer die Summe vieler Einzelleistungen wie An- und Abreise, Übernachtung, Kulinarik, Rahmenprogramm etc. sind. Entsprechend summieren sich viele Einzelbelastungen zu einer Gesamtbelastung für unsere Gäste und die Tourismuswirtschaft auf. Diese Belastung darf nicht aus dem Ruder laufen!“

Pressekontakt:

Nicole von Stockert, Pressesprecherin
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Über den BTW: Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft vertritt als Dachverband der deutschen Tourismuswirtschaft die gemeinsamen und übergreifenden Interessen dieser vielfältigen und starken Branche. Die Tourismuswirtschaft steht für rund 4 Prozent der Bruttowertschöpfung in Deutschland und beschäftigt 2,8 Millionen Menschen. Hinzu kommen 1,3 Millionen Personen, die Vorleistungen für die Erzeugung dieser Waren und Dienstleistungen herstellen. Damit sind rund 9 Prozent aller Beschäftigten in Deutschland direkt oder indirekt für den Tourismus tätig.