Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) e.V.
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Die aktuelle Situation und die dramatischen Folgen für die Tourismusbranche

Auch wenn in Deutschland nach dem Lockdown wieder touristische Aktivitäten wie Restaurantbesuche oder Hotelübernachtungen, Freizeitparkbesuche oder Sightseeingangebote möglich sind und die weltweite Reisewarnung aufgehoben wurde, trifft die Coronakrise die Tourismuswirtschaft weiterhin ins Mark. Das langsame Wiederhochfahren der Branche unterliegt strengen Auflagen, die "normale" Geschäfte nach wie vor bei Weitem nicht ermöglichen. Zudem gelten für einen Großteil der Welt nach wie vor Reisewarnungen. Großveranstaltungen, bei denen die Kontaktverfolgung und Einhaltung der Hygieneregeln nicht möglich sind, sind bis Ende Dezember 2020 verboten. Messen und kleinere Veranstaltungen unterliegen strengen Abstands- und Hygienevorschriften. Zahlreiche Betriebe, gerade jene mit einem Schwerpunkt auf internationalen Reisen oder Messen und Großveranstaltungen, und auch viele damit verbundene Dienstleister stehen nach wie vor weitgehend still. Und auch das innerdeutsche Reisen wird in Folge der steigenden Infektionszahlen in vielen Regionen wieder deutlich erschwert.

Die Tourismusbranche ist von der Coronakrise so betroffen wie kaum eine andere Branche. Die Umsatzeinbrüche waren und sind immens. Problematisch für Unternehmen wie Kunden ist auch der Flickenteppich an bestehenden Regelungen genauso wie viele nach wie vor vorhandene Unwägbarkeiten hinsichtlich künftiger Reiseaktivitäten.

Tourismuswirtschaft begrüßt die Verlängerung staatlicher Hilfen, weitere staatliche Hilfe ist jedoch unerlässlich

Die Verlängerung der Überbrückungshilfe der Bundesregierung, von Kurzarbeitergeld sowie der Aussetzung des Überschuldungstatbestandes war ein wichtiger Schritt, um ein Massensterben kleiner und mittelständischer Betriebe und den Verlust zahlloser Arbeitsplätze zu verhindern. Dennoch bleibt weiterer Nachbesserungs- und Handlungsbedarf.

Unsere Branche hat viele Krisen gemeistert, aber wir sehen uns hier mit einer Krise unbekannten Ausmaßes konfrontiert. Viele Unternehmen sind durch die Corona-Maßnahmen unverschuldet in Existenznot geraten und benötigen umfassende Hilfe. Gesundheit hat oberste Priorität, daran besteht kein Zweifel. Aber der Politik muss auch daran gelegen sein, die Folgen der notwendigen Maßnahmen auf die Wirtschaft so weit wie möglich abzupuffern. Alleine schafft die Branche, schaffen es unsere Unternehmerinnen und Unternehmer in dieser Extremsituation nicht.